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Stadt favorisiert Neubau für IGS

Burgdorf Stadt favorisiert Neubau für IGS

Für Burgdorfs Integrierte Gesamtschule (IGS) soll offenbar ein Neubau entstehen. Nach der aktuellen Grobplanung der Stadtverwaltung könnte dafür das Gelände der Prinzhornschule genutzt werden. Die Kosten für das Projekt werden auf 15 Millionen Euro geschätzt.

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Campus-Pläne für IGS: Die Prinzhornschule (rechts) und die Realschule (hinten links) liegen kaum mehr als einen Steinwurf auseinander. Wulf-Dettmer

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Mit dem Bau der neuen Gudrun-Pausewang-Grundschule in der Südstadt ist noch nicht einmal begonnen worden, da plant die Stadt schon ein weiteres Großprojekt. Um die IGS für die erwartete Sechszügigkeit mit einem ausreichenden Raumangebot auszustatten, schätzt die Verwaltung das Investitionsvolumen auf 15 Millionen Euro - noch einmal 3 Millionen Euro mehr als für den Neubau der Pausewang-Schule.

Die Grobplanung - mehr ist es laut Schulabteilungsleiter Henry Barm noch nicht - sieht vor, das Realschulgebäude weiterhin für die IGS zu nutzen und zusätzlich einen Neubau hochzuziehen. Auf dem Grundstück der Realschule ist dafür jedoch kein Platz. Derzeit laufe die Planung in die Richtung, die Prinzhornförderschule für Lernen abzureißen, sagt Barm. Der Vorteil: Beide Standorte liegen an der Straße Im Langen Mühlenfeld kaum mehr als einen Steinwurf voneinander entfernt, sodass ein Campus-Charakter entstünde. „Das Kultusministerium hat bereits signalisiert, dass es zwei Standorte für die IGS akzeptieren würde“, sagt Barm. Der Schulvorstand der IGS, der paritätisch mit Eltern- und Schulvertretern besetzt ist, hat laut Schulleiter Rudolf Alker die Grobplanung in seiner jüngsten Sitzung einstimmig befürwortet.

„Wir haben auch den Standort der Haupt- und Grundschule I in der Innenstadt geprüft“, erklärt Barm. Doch der Standort sei mit seinen circa 6700 Quadratmetern für die IGS zu eng. „Für eine Sechszügigkeit mit mehr als 1000 Schülern brauchen wir allein 36 Klassenräume, hinzu kommen Fachräume und Platz für Differenzierungsunterricht“, zählt der Leiter der Abteilung Schulen, Kultur und Sport auf. Auch das Mensa-Problem würde ein Neubau lösen. Derzeit geht der erste IGS-Jahrgang - die fünf fünften Klassen - zum Mittagessen ins Veranstaltungszentrum StadtHaus. Denn der Platz in der Mensa des Realschulgebäudes reicht gerade für die Realschüler.

Baubeginn für das neue IGS-Gebäude könnte Mitte 2017 sein, sagt Barm. Als Planungszeitraum für solch ein Projekt seien eineinhalb bis zwei Jahre anzusetzen. Damit stünde der IGS frühestens ab dem Schuljahr 2018/2019 ausreichend Platz zur Verfügung.

„Deshalb brauchen wir eine Übergangslösung“, sagt Barm. Schon ab dem nächsten Schuljahr, wenn der zweite IGS-Jahrgang eingeschult wird, reicht der Platz im Realschulgebäude nicht mehr aus. Denn es verlassen nur drei Klassen die Realschule, aber es werden höchstwahrscheinlich sechs neue fünfte Klassen einzurichten sein. „Das wird nicht leicht“, sagt Barm, der nach eigenen Angaben mit den Schulleitungen von IGS und Realschule nach einem tragfähigen Kompromiss sucht.

Wenn die Prinzhornschule abgerissen würde, könnten deren Schüler bis zum Auslaufen der Förderschule möglicherweise in der Hauptschule unterkommen. „Doch es ist überall eng, auch in der Hauptschule. Die Schüler unterzubringen, wird deshalb eine sportliche Aufgabe.“ Ebenso wie der Arbeitsanfall, den die Mitarbeiter der Stadt zu bewältigen haben. Denn der Neubau der Pausewang-Grundschule wird laut Barm erst im März/April 2017 fertiggestellt sein.

Stadt beobachtet Kehrtwende

Als Schulträger waren wir schon überrascht über den Zulauf zur IGS“, sagt Henry Barm, Leiter der Schulabteilung im Rathaus. Gerechnet hatte man mit einer Vierzügigkeit, doch jetzt soll die Stadt für eine sechszügige IGS planen. Das hat der Rat der Stadt beschlossen. Gleichzeitig sind auch die Anmeldezahlen am Gymnasium gestiegen. „Insgesamt beobachte ich eine Trendwende bei ?den Schülerzahlen“, sagt Barm. „Zum ersten Mal seit Jahren sind sie gestiegen.“ Demnach besuchen derzeit 2794 Schüler Burgdorfs Schulen – 93 mehr als im Schuljahr 2014/2015. „Und es spricht alles dafür, dass sich diese Entwicklung fortsetzt.“ Als Gründe nennt Barm den Zuzug von Familien, mehr Geburten und der Zustrom von Flüchtlingen. In der vergangenen Woche hat die Stadt ?48 Flüchtlingskinder in den Schulen der Stadt gezählt.

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