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Vorfahrt für bezahlbares Wohnen

Burgdorf Vorfahrt für bezahlbares Wohnen

Flüchtlingsunterkünfte haben für Burgdorfs Bauverwaltung nicht mehr die oberste Priorität. Die Stadt wolle vielmehr zügig bezahlbaren Wohnraum für Geringverdiener schaffen. Das gelobte Bürgermeister Alfred Baxmann nach der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses der Stadt.

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Auf dieser Brachfläche an der Gerickestraße in der Südstadt plant die Stadt sozialen Wohnungsbau für Menschen mit eher schmalem Portemonnaie.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Eine Chance, dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Menschen mit niedrigen Einkommen zeitnah beizukommen, sieht die Stadt am ehesten in der Südstadt. Dort waren auf einem Dreiecksgrundstück an der Gerickestraße bislang Unterkünfte für nach Burgdorf zugezogene Kriegsflüchtlinge geplant gewesen. Das dazu erforderliche Baurecht hatte die Stadt mit dem Bebauungsplan Heidenelke schaffen wollen.

Der Satzungsbeschluss (Ortsrecht) für diesen Bebauungsplan ist laut Bürgermeister Alfred Baxmann und Bauamtsleiter Andreas Fischer nun in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses noch einmal zurückgestellt worden. Anwohner hatten kritisiert, die Stadt setze ihnen einen Riegel vor die Nase. Unter den Kommunalpolitikern im Rat war die Geschossigkeit umstritten.

„Wir würden gern einen Dreh vornehmen“, begründete Baxmann das Umschwenken der Stadt. Weil die Flüchtlingszahlen drastisch zurückgingen und auch die bereits in Burgdorf lebenden Flüchtlinge möglichst schnell dauerhaft in Wohnungen untergebracht werden sollten, sehe man sich in der Lage, schon früher etwas für den sozialen Wohnungsbau zu tun. Statt kleiner Wohnparzellen sollten an der Gerickestraße jetzt vielmehr gleich Wohnungen für Geringverdiener und Familien errichtet werden.

Die im Bebauungsplan bisher möglichen drei Geschosse waren im Rat strittig diskutiert worden. Die Stadt will daran gern festhalten, um Investoren nicht abzuschrecken. Denn diese stünden bei der Stadt nicht Schlange. Wenn sie in das Projekt einstiegen, müsse es sich für sie auch wirtschaftlich rechnen, sagte Baxmann, der selbst dem Aufsichtsrat der KSG Hannover angehört, die ein solches Projekt in Uetze realisiert.

Damit ein Investor anbeißt, will die Stadt auf dem Areal einen Bodenaustausch vornehmen, um Altlasten zu beseitigen. Dann könne dort, wie im Bebauungsplan definiert, architektonische Qualität entstehen, die sich später in einer Wohnsiedlung nach Süden hin fortsetzen soll, sagte Fischer.

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