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Von der Marktstraße auf die Datenautobahn

Burgdorf Von der Marktstraße auf die Datenautobahn

Die EU-Kommission unterstützt mit 120 Millionen Euro die Installation modernster WLAN-Technologie in den Zentren des öffentlichen Lebens. Jetzt springt die Stadt auf diesen Zug auf. Aktuell plant die Stadtverwaltung vier sogenannte Hotspots auf der Marktstraße und dem Spittaplatz.

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Auf dem Spittaplatz und auf der Marktstraße will die Stadt vier öffentlich zugängliche, kostenlose Internetzugänge schaffen.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. WiFi4EU heißt das Förderprogramm der Europäischen Union, von dem auch die Stadt Burgdorf zu profitieren hofft. Bis es soweit ist, muss die Stadt allerdings noch einige Hausaufgaben erledigen und herausfinden, wo genau die WLAN-Hotsports installiert werden können und welches Mobilfunkunternehmen diese im Auftrag der Stadt betreibt.

Dabei ist es nicht so, dass es nicht schon öffentliche Internetzugänge in der Stadt gäbe. Nach Darstellung von Silke Vierke, die im Rathaus die Hauptabteilung leitet und die Federführung bei der Planung der Hotsports hat, existieren solche bereits in den städtischen Flüchtlingsunterkünften an der Friederikenstraße, am Sorgenser Dreieck sowie neben der Feuerwehrtechnischen Zentrale. Kostenlose Internetzugänge bietet die Stadt zudem in fünf eigenen Einrichtungen an: Jugendkulturhaus JohnnyB., Südstadtbistro, Haus der Jugend in Otze, Haus der Jugend in Ehlershausen und Stadtbücherei.

Bald soll es auch in der Innenstadt möglich sein, ohne eigene Datenflat mit dem Mobiltelefon oder dem Tablet im Netz zu surfen. Die technischen Voraussetzungen hat die Stadt in den vergangenen Wochen abgeklärt. Es bedarf drahtloser Zugangspunkte, die an Gebäuden so hoch angebracht werden müssen, dass sie vor Vandalismus geschützt sind. Außerdem darf ihr Funkfeld nicht von umstehenden, höheren Gebäuden beeinträchtigt sein.

Nachdem die Stadtverwaltung ihr Vorhaben im Arbeitskreis City des Vereins Stadtmarketing Burgdorf vorstellte, erklärten vier Unternehmen ihre Bereitschaft, Zugangspunkte an ihren Gebäuden zuzulassen. Vierke will nun die Konditionen ausloten und entsprechende Vereinbarungen treffen. Bis zu den Sommerferien will Vierke ihre Planungen abgeschlossen haben, sodass die Stadt gegebenenfalls bei der EU einen Förderantrag stellen kann.

Im städtischen Haushaltsplan hat der Rat Mittel in Höhe von 7500 Euro für die Installation der Hotspots bereitgestellt. Vierke glaubt, dass sich damit vier verwirklichen ließen. Für den laufenden Betrieb rechnet die Stadt mit weiteren 3000 Euro im Jahr. Laut Vierke hat die Telekom angekündigt, den Kommunen günstige Angebote unterbreiten zu wollen. Details stünden aber noch nicht fest.

Ebenso wenig wie der Zeitpunkt, wann die Internetzugänge scharf geschaltet werden, wie Vierke den Kommunalpolitikern im Ratsausschuss für Haushalt, Finanzen und Verwaltungsangelegenheiten bedeutete. SPD-Fraktionsvorsitzender Gerald Hinz schien es damit ohnedies nicht sehr eilig zu haben. Er mahnte, erst loszulegen, wenn die Rechtslage wasserdicht sei und die Stadt nicht in Mithaftung genommen werden könne, "wenn da jemand irgendwelche Schweinereien herrunterlädt". CDU-Ratsherr Armin Pollehn regte an, das Stadtmuseum gleich mitzuversorgen. Das erhöhe dessen Attraktivität.

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