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Stadt verschiebt Umbau der Kreuzung

Burgdorf Stadt verschiebt Umbau der Kreuzung

Zurück auf Start: Die Stadt will ein zweites Verkehrsgutachten zur Kreuzung Immenser Landstraße, Ostlandring und Berliner Ring in Auftrag geben. Der Grund: Ein vorliegendes Gutachten hält einen Kreisel für nicht geeignet, erwartete Staus und womöglich sogar Unfälle an dem Knotenpunkt zu vermeiden.

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Gutachter lehnen einen Kreisel an der Immenser Straße, Ostlandring ud Berliner Ring ab, sie plädieren stattdessen für Linksabbiegespuren.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Erst Mitte September hatte ein von der Stadt beauftragter Verkehrsplaner im Verkehrsausschuss des Rates vorgetragen, wie er auf der Grundlage umfänglicher Verkehrszählungen aktuell und in Zukunft die Situation an der Kreuzung sowie auf dem Berliner Ring einschätzt. Sein Arbeitsauftrag hatte gelautet, mehrere Lösungsszenarien zu entwickeln und auf deren Wirksamkeit abzuklopfen. Dabei kam das Büro zu dem für die Stadtverwaltung als auch für die Kommunalpolitiker überraschenden Ergebnis: Ein Kreisel ist keine Lösung.

Wenn die Berufsbildenden Schulen wie erwartet um 600 Schüler wachsen, das geplante Neubaugebiet im Osten der Leipziger Straße bewohnt sei und sich womöglich auch noch ein Lebensmittelmarkt auf dem Pausewang-Schulareal ansiedeln werde,  produziere dies alles so viel Verkehr, dass die Kreuzung überlastet sei und die Unfallgefahr auf dem Berliner Ring steige. Staus seien die Folge. Über einen Kreisel aber sei die schiere Masse an Verkehr nicht im Fluss zu halten. Nicht die Ideallösung, aber besser seien da schon neu anzulegende Linksabbiegespuren.

Nachdem sich nun abzeichnet, dass die alte Pausewang-Grundschule vorerst stehen bleibt und auf dem riesigen Schulhof-Areal einen Neubau erhalten könnte, wäre dort kein Platz mehr für einen Discounter und die Verkehrssituation somit eine andere. Rainer Herbst, Leiter des Fachbereichs Tiefbau im Rathaus, kündigte deshalb in der jüngsten Verkehrsausschusssitzung in dieser Woche an, dass die Stadt geplante Ausgaben zurückstellen will: 150.000 Euro für die Planung des Umbaus des Berliner Rings vor dem Schulzentrum sowie weitere 100.000 Euro für die Planung des Umbaus der Kreuzung. Für beide Projekte zusammen rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe fast 1,9 Millionen Euro.

"Wir wollen abwarten, was mit den Schulen passiert", begründete Herbst das Zurückrudern der Verwalltung. Bürgermeister und Verwaltungschef Alfred Baxmann (SPD) ließ durchblicken, dass es außer den Schulen einen weiteren Grund für die Zurückhaltung gibt: Die Kreuzung sei ein neuralgischer Punkt. Da wolle die Stadt auf Nummer sicher gehen und von einem anderen Gutachter eine Zweitmeinung einholen. 15.000 Euro werde das zweite Gutachten kosten, das die Stadt in Auftrag geben wolle, sagte Baxmann. Sprecher der SPD und der WGS begrüßten diese Vorgehensweise.

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