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Erste Flüchtlinge ziehen in neue Mobilheime

Burgdorf Erste Flüchtlinge ziehen in neue Mobilheime

Seit Donnerstag wohnen eine irakische und eine syrische Familie sowie zwei Schwestern aus dem Sudan in einer der vier mobilen Unterkünfte am Sorgenser Dreieck. Damit ziehen die ersten Bewohner ein halbes Jahr nach der Ausschreibung in die Anlage, in die die Stadt 1,2 Millionen Euro investiert hat.

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Sozialarbeiter Jürgen Heyer (rechts) kümmert sich um die irakische Familie, die am Donnerstag am Sorgenser Dreieck eingezogen ist.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Die Gebäude bieten Platz für maximal 82 Kinder, Frauen und Männer - vor allem Familien will Burgdorf dort unterbringen. "Diesen Wunsch haben natürlich viele Kommunen, weil sich Familien einfach besser integrieren lassen", sagt Thomas Borrmann, Leiter der städtischen Sozialabteilung, und fügt hinzu, die beiden jetzt eingezogenen Familien seien bereits vor zwei Wochen in Burgdorf angekommen, aber: "Wir mussten erst die Prüfung abwarten, dass das Wasser in den Mobilheimen keine Keime oder Bakterien enthält." Das habe die Region nun bestätigt, so dass die Familien mit ihren beiden beziehungsweise drei Kindern und die beiden Schwestern, deren Eltern und Geschwister beengt in einer Wohnung am Ostlandring leben, nun umziehen konnten.

Bereits am ersten Tag knüpften die Neuankömmlinge den Kontakt zu ihren Nachbarn: "Wir bekamen sofort die Einladung zum Tee", sagt eine Anwohnerin des Kieswegs mit ihrem Mann und fügt hinzu: "Von beiden Familien." Sie hätten aber nur eine annehmen können, die Fortsetzung soll folgen. In einem ersten Gespräch mit Jürgen Heyer, seit Montag als Sozialarbeiter für die Flüchtlinge in der Stadt unterwegs, kündigen sie weitere Hilfe an. Und: "In der Nacht haben Jugendliche offenbar die Container umgeworfen, das behalten wir im Blick", versprechen sie.

Der Ankunft im Zuhause auf Zeit, denn das soll es aus Sicht der Stadt bis zum Abschluss der Asylverfahren sein, folgen nun auch solche Fragen wie einem künftigen Kita-Platz für die Jüngsten und dem Schulbesuch für die Älteren. "Die Familien kamen nach ihrer Flucht in Deutschland an und sind auch hier registriert worden", sagt Heyer. Allerdings ließen sich die Eltern und ihre Kinder in einem Fall in Dänemark, im anderen in den Niederlanden nieder. "Ihnen war gar nicht bewusst, dass sie in einem anderen Land waren", sagt Heyer und fügt hinzu, dass die Kinder dort bereits eine Schule besucht hatten.

Für die Eltern und die beiden Schwestern gibt es das Angebot von Ehrenamtlichen, gemeinsam zu gärtnern. Die Fläche dafür hat die Stadt bereits vorbereitet. Außerdem stehen Deutschkurse bei freiwilligen Helfern an - und sicherlich etliche Gespräche und Treffen mit den Nachbarn. Aber auch mit Passanten, deren Fragen die Familien gern beantworten. "Ich bin vorbeigeradelt und habe gesehen, dass die Flüchtlinge jetzt dort leben", sagt eine Schwüblingserin. Als sie anhielt, gab es prompt die Einladung zum Tee. "Das war richtig nett", sagt sie.

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