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Ein Kraftwerk fürs Gymnasium

Burgdorf Ein Kraftwerk fürs Gymnasium

Die Stadt rüstet die Energieversorgung für das Gymnasium und den Neubau der Gudrun-Pausewang-Grundschule am Berliner Ring um: Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) wird ab September die Schulen und Sporthallen mit Strom, Heizwärme und Warmwasser versorgen.

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Mit vereinten Kräften ziehen die Monteure den schweren Tank aus dem Schacht in den Heizungskeller, ohne dass er irgendwo hängen bleibt.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. „Es ist das erste BHKW, das die Stadt selbst betreibt“, sagt Gunther Marsch von der städtischen Gebäudewirtschaft. Um die beiden Module des BHKW mit einer elektrischen Leistung von je 21 Kilowatt und die drei 450 Kilogramm schweren Heißwassertanks in den Heizungskeller des Gymnasiums zu bugsieren, waren ein Kran, Körperkraft und Präzisionsarbeit nötig.

Zunächst nahm der kleine Kran die Tanks auf den Haken und versenkte sie vorsichtig – Zentimeter für Zentimeter – in den fast drei Meter tiefen und rund drei Quadratmeter großen Schacht vor dem Keller. Dort nahmen die Monteure die sperrigen Speicher in Empfang und hievten sie mithilfe von Trageriemen durch die Öffnung. Eine schweißtreibende Angelegenheit, denn bei aller Kraftanstrengung war auch Fingerspitzengefühl nötig, um die Schwergewichte durch die knapp bemessene Öffnung zu ziehen, ohne dass sie umkippten.

Die Behälter haben die Funktion von Wärmepuffern und fassen je 2500 Liter heißes Wasser, das die Heizungssysteme in den Gebäuden speist. Zudem werden damit die Warmwasserspeicher in der künftigen Mensa und in den Sanitärräumen der Sporthallen aufgeheizt.

Die Heißwasserproduktion ist ein Nebeneffekt der Stromerzeugung im BHKW. Hauptprodukt ist der Strom. „Wir wollen bis zu 7000 Vollbetriebsstunden im Jahr erreichen, sodass wir 290 000 bis 300 000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Energiebedarf von 100 Haushalten“, sagt Marsch. Der selbst erzeugte Strom werde im Gymnasium, der Pausewangschule und den Sporthallen verbraucht.

Die Gasheizung, die bislang den Heizwärmebedarf des Gymnasiums deckt, bleibt im Keller und wird an knackig kalten Tagen zusätzlich angeschaltet. Die Stadt erwartet, dass sich das BHKW in zwei bis drei Jahren amortisiert hat. Finanziert wird die Anlage mit Zuschüssen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP).

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