Burgdorf. Hintergrund sind zu erwartende Kosten in sechsstelliger Höhe, die irgendwann für die Sanierung der noch aus den fünfziger Jahren stammenden Filtertechnik im Freibad fällig werden.
Gerald Hinz, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, glaubt zwar selbst nicht, dass sich die Schließung rechnen würde, da dann die Besucher vermutlich ausbleiben würden. Und auch Bürgermeister Alfred Baxmann geht davon aus, dass das Freibad vorerst weiter geöffnet bleibt. Aber wenn – Stichwort Haushaltskonsolidierung – man künftig über alle freiwilligen Leistungen sprechen wolle, brauche man dafür handfeste Zahlen.
Stadtwerkechef Funke, dessen zu 51 Prozent der Stadt gehörendes Unternehmen sich um das Hallenfreibad kümmert, wäre eine Weiterentwicklung des Bades zwar lieber, da er es für einen wichtigen Standortfaktor hält. Er will sich aber nicht verweigern, auch über diese „defensive Variante eines Gesundschrumpfens“ nachzudenken.
Eine Gaspreiserhöhung halten die Stadtwerke derzeit nicht für erforderlich. Und weil noch nicht klar ist, wie teuer die Filteranlage zur Entgiftung des Trinkwassers wird, bleibt auch dessen Preis nach Funkes Worten vorerst stabil. Angehoben werden muss demnach aber – vermutlich zum März – der Strompreis. Grund ist die Befreiung stromintensiver Unternehmen von den Netzkosten, die auf die übrigen Verbraucher umgelegt werden.
Norbert Korte
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