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Stadt will Situation entschärfen

Burgdorf Stadt will Situation entschärfen

Die Mobile Jugendhilfe der Stadt Burgdorf zeigt ab sofort mehr Präsenz auf dem Pausenhof der Grund- und Hauptschule (GHS) I. Der Grund: Jugendliche treffen sich dort regelmäßig zu Trinkgelagen und hinterlassen Scherben.

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Abends macht eine Gruppe Jugendlicher den Hof der GHS I unsicher: Sie trinken, lärmen und zerschlagen Flaschen und gefährden damit die Grundschüler, die in den Pausen dort spielen. Bismark

Quelle: Bismark

Burgdorf. „Das können wir nicht länger dulden. Die Scherben stellen eine große Gefahr für die kleinen Kinder dar, die den Hof tagsüber zum Spielen nutzen“, sagt Jörg Windfuhr. Der Kontaktbeamte der Polizei Burgdorf war über zerschlagene Flaschen gestolpert, als er auf dem Weg zur Schülersprechstunde war, die er in der GHS I regelmäßig anbietet. Windfuhr sprach mit der Stadt über die „un- haltbaren Zustände“, die nicht zuletzt auch die Nachbarn belasten.

Jetzt reagiert die Stadt: Die Mobile Jugendhilfe, die ihr Büro im Keller der GHS I hat, wird ab sofort montags, dienstags und donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 20 Uhr auf dem Schulhof präsent sein. Sozialarbeiterin Susanne Jaenicke werde die Jugendlichen gezielt ansprechen und in ihr Büro einladen, erklärt Jugendamtsleiter Jens Niemann. „Das soll in Kooperation und Rücksprache mit dem Kinderschutzbund, der sein Domizil auf dem Schulhof hat, umgesetzt werden.“

Zusätzlich stellt die Stadt neue Schilder auf, die den Aufenthalt auf dem gesamten Gelände ab 20 Uhr verbieten. „Damit bekommt die Polizei eine Handhabe, Platzverweise auszusprechen“, sagt Niemann. Das sei mit den bislang aufgestellten Schildern nicht möglich, diese bezögen sich nur auf den Spielplatzbereich.

„Die Polizei kontrolliert bereits jetzt vermehrt den Schulhof und nimmt auch die Personalien der Jugendlichen auf, die sie dort antrifft“, sagt Windfuhr. Es seien fast immer dieselben fünf bis zehn Jugendlichen, die auf dem kaum einsehbaren Hof ihre Abende mit Alkoholexzessen und Randale verbringen.

„Da geht die Post ab. Das kann an Wochenenden schon mal rund um die Uhr gehen“, sagt eine Nachbarin des Schulgeländes. Allerdings ist sie skeptisch, dass regelmäßige Kontrollen die Situation verbessern. „Wenn die Jugendlichen ein Polizeiauto sehen, sind sie ruckzuck verschwunden“, berichtet die Nachbarin von ihren Beobachtungen. „Dann herrscht Ruhe. Aber sobald die Polizei weg ist, geht es wieder los.“ Der Hof mit seinen vielen Zugängen sei für dieses Katz-und-Maus-Spiel bestens geeignet, sagt sie.

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