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Stadt will mehr Sozialarbeiter

Burgdorf Stadt will mehr Sozialarbeiter

Angesichts neuer Prognosen darüber, wie viele Flüchtlinge im nächsten Jahr nach Burgdorf kommen, will die Stadt reagieren: Im Sozialausschuss warb die Verwaltung um mehr Personal für die Betreuung von Flüchtlingen.

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Wohnraum für Flüchtlinge: An der Friederikenstraße entsteht derzeit eine Containersiedlung - auch dafür sucht die Stadt jetzt Betreuer.

Quelle: Sabine Gurol

Burgdorf. Für die Stadt Burgdorf rechnet Sozialabteilungsleiter Thomas Borrmann damit, dass im nächsten Jahr mehrere Hundert Flüchtlinge aufgenommen werden müssen. Wie viele, das lässt sich derzeit schwer vorhersehen - das Land Niedersachsen rechnet mit einem beträchtlichen Zuzug, vermag aber den Umfang nicht genau zu prognostizieren. Das bedeutet für Burgdorf unter anderem eine wöchentliche Zuweisung von Schutzbedürftigen, die neben einer Unterkunft auch eine Betreuung benötigen.

Deshalb sieht Bürgermeister Alfred Baxmann eine „deutliche personelle Aufstockung“ als erforderlich an. Ursprünglich war im Stellenplan für 2016 eine Aufstockung der Stellen für Flüchtlingssozialarbeit um 1,5 Stellen vorgesehen. Mit diesen Kräften könnten laut Borrmann 180 Flüchtlinge betreut werden - weniger, als bereits jetzt in Burgdorf angekommen sind.

Die Verwaltung warb dementsprechend offensiv in der Sitzung dafür, das Personal aufstocken zu können. Stadtrat Michael Kugel und Bürgermeister Baxmann schlugen vor, zusätzlich sechs weitere Sozialarbeiterstellen im Stellenplan für das nächste Jahr einzurichten. „Das hört sich viel an, ist aber die untere Kante“, sagte Baxmann. „Wir können an dieser nur durch die ehrenamtliche Struktur fahren.“ Baxmann betonte, dass man auch weiterhin darauf setze. „Man kann das aber nicht ins Unendliche vorantreiben.“

Die Stellen sollen nicht auf einmal besetzt werden, sondern je nach Bedarf und Anzahl der Flüchtlinge, die nach Burgdorf kommen. Zudem soll ein Pauschalbetrag von 180 000 Euro im Gegenwert von drei Stellen für die Arbeit in Einrichtungen wie Nachbarschaftstreff oder Mehrgenerationenhaus eingerichtet werden. „Weil da Arbeit gemacht wird, die sonst von der Stadt Burgdorf gemacht werden müsste“, begründete Kugel den Vorstoß.

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