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42 Kleingärtner starten in die erste Saison

Burgdorf 42 Kleingärtner starten in die erste Saison

Auf 2000 Quadratmetern wachsen ab sofort Tomaten neben Petersilie, blühen Blumen neben Zucchini, reifen Erdbeeren neben Radieschen - vor allem aber treffen sich Nachbarn aus dem Ostlandring und der Südstadt zum gemeinsamen Gärtnern.

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Gruppenbild mit Osterglocken: Das Projekt Stadtgärtnern startet offiziell am Ostlandring.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Pünktlich zum Frühjahrsbeginn hatte das Team Stadtgärtnern die von der Stadt kostenlos bereitgestellte Fläche in 42 Parzellen untergliedert und den Interessenten die Nutzungsverträge zur Durchsicht und Unterschrift ausgehändigt. Denn auch die Freiwilligen vom Naturschutzbund, dem Nachbarschaftstreff, Frauen- und Mütterzentrum sowie dem Seniorenrat hatten mit der Stadtverwaltung einen entsprechenden Vertrag unterzeichnen müssen, der wiederum die Unterverträge nach sich zieht. Die Regularien endeten für alle Beteiligten am späten Montagnachmittag, als Barbara Mertens vom Nachbarschaftstreff den erfahrenen Gärtnern, aber auch den Neueinsteigern ihre kleinen Oasen offiziell übergaben.

Die ersten indes haben längst ihre Gebiete gekennzeichnet, manch einer mit einem schicken Holzzaun, andere erst einmal mit weißen Brettern. "Jeder Gärtner bekommt noch eine Dachschindel, auf der er den Namen schreibt", sagt Karin Lüders vom Stadtgärtner-Team. Denn letztlich träfen sich nun auf kleiner Fläche etliche Nachbarn, die sich noch gar nicht oder noch nicht richtig kennen würden. Die Nutzer, überwiegend Familien, stammen unter anderem aus dem Irak, der Türkei, Syrien, Polen, Deutschland, der ehemaligen Sowjetunion oder Afghanistan.

Die gute Resonanz habe die Ehrenamtlichen überrascht, sagt Lüders und fügt hinzu, dass es sogar eine kleine Warteliste für die Parzellen gebe. Doch noch mehr Fläche könnten die Stadtgärtner nicht bewältigen, die sich bereits um Gärten bei den Flüchtlingsunterkünften an der Friederikenstraße und dem Sorgenser Dreieck kümmern. Denn es reiche nicht, die Gärten anzulegen. Es müssten auch Fragen wie die nach einer funktionierenden Pumpe oder einem Kompost geklärt werden.

Das Team könnte nicht nur personelle Unterstützung gebrauchen. Auch wenn erste Gartenbesitzer ihre ausrangierten Gerätschaften schon gespendet haben, benötigen die Freiwilligen noch weitere Werkzeuge. "Vor allem Spaten, Harken und Hacken fehlen noch", sagt Lüders. Wer Geräte spenden möchte, kann sich unter Telefon (0 51 36) 8 78 03 99 oder (0 50 85) 95 54 55 melden.

Was pflanzen Sie als erstes an?

Als allererstes kommen die Gurken, weil wir die gern essen und die gut schmecken. Dann planen wir auch Tomaten und Radieschen. Und Petersilie, die benötigen wir für viele unserer Gerichte. Auch Blumen wollen wir anpflanzen.
Jahya Alshaer

Petersilie, Zwiebeln, Dill, Gurken, Radieschen - aber keine Tomaten. Das klappt hier bestimmt nicht, weil wir kein Gewächshaus haben. Ich stamme aus Kasachstan, da haben wir sehr viel angebaut, auch Knoblauch. Deshalb freue ich mich jetzt aufs Gärtnern.
Lydia Blabko

Meine Tochter und ich wollen Gemüsesorten pflanzen, die es sonst nicht so viel gibt - zum Beispiel gelbe Zucchini - weil wir gern kochen. Wir haben aber noch keine gärtnerische Erfahrung und werden einfach mal schauen.

Dirk Hennies

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