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Feuerwehrleute bekommen Freikarten fürs Bad

Burgdorf Feuerwehrleute bekommen Freikarten fürs Bad

30 000 Stunden ihrer Freizeit investieren jedes Jahr allein die 84 aktiven Retter der Ortsfeuerwehr Burgdorf. Die Stadt will das fortan auch materiell anerkennen und überarbeitet ihre Entschädigungssatzung. Zudem sollen Feuerwehrleute umsonst ins Bad gehen dürfen.

Burgdorf. Burgdorf. Erster Stadtrat Lutz Philipps, in dessen Verwaltungsressort die Feuerwehren fallen, bestätigte auf Nachfrage, dass die Stadt einen Ausgleich schaffen wolle für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute. Zumal die Retter, anders als andere Ehrenamtliche in der Stadt, bislang keine Ehrenamtskarte erhalten. Wie hoch der Ausgleich ausfällt, ist laut Philipps noch nicht ausgemacht.

Ausgemacht ist derweil, dass die Stadtwerke die Feuerwehr einmal mehr unterstützen. Nach Angaben von Geschäftsführer Rüdiger Funke hat das Unternehmen, an dem die Stadt 49 Prozent der Anteile hält, eine Spende in Höhe von 1400 Euro an die Stadt geleistet – zweckgebunden zugunsten der körperlichen Ertüchtigung der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr in Burgdorf. Damit könne die Feuerwehr Eintrittskarten kaufen für das Hallenfreibad.

Warum ausgerechnet Feuerwehrleute, wie von diesen selbst erhofft und immer wieder einmal erbeten, bis dato keine Ehrenamtskarten erhalten, wusste in der jüngsten Jahresversammlung der Ortsfeuerwehr Burgdorf niemand zu sagen. Exortsbrandmeister Peter Twesten hatte die Frage dort gestellt. Selbst der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses und SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat, Gerald Hinz, hatte keine Antwort parat, obgleich er die Auffassung vertritt: „Die hätten das verdient.“ Er kündigte an, der Sache nachgehen zu wollen.

Richtig und wichtig findet das auch Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann, der davon spricht, dass einzelne seiner Kameraden bis zu 900 Arbeitsstunden im Jahr leisteten. Das sei weit über der Mindestanforderung für die Ehrenamtskarte. Derweil sei er im Gespräch mit dem Stadtmarketingverein, um bei Mitgliedsbetrieben Vergünstigungen für die Retter auszuhandeln. Zunächst aber sollten die Feuerwehrleute, die im Jahr bis zu 30 Brandwachen hielten, einen Ausgleich erhalten. Bethmann hofft auf einen Betrag in Höhe des Mindestlohns. Das ließe diese wenig beliebten Einsätze dann auch für junge Feuerwehrleute attraktiv erscheinen.

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