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Star der Buchmesse liest im StadtHaus

Burgdorf Star der Buchmesse liest im StadtHaus

Als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober präsentiert sich Indonesien auch mit seinem meistgelesenen Schriftsteller: Andrea Hirata. „Der Träumer“ heißt sein jüngster Roman. Daraus wird er auch im Veranstaltungszentrum (VAZ) StadtHaus lesen.

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Gudrun Franken (links) und Gitana Wegener haben den meistgelesenen indonesischen Autor, Andrea Hirata (oben), für eine Lesung nach Burgdorf gelotst.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Hirata ist einer der viel beachteten Stars der Buchmesse. Doch wie lotst man bloß einen solchen Mann, der dazu auch nur wenige Tage überhaupt im deutschsprachigen Raum weilt, ausgerechnet in die Kleinstadt Burgdorf?

Es ist nicht ihr erster gelungener Streich: Gitana Wegener, die Tanzende Buchhändlerin aus Passion, hat schon die berühmte amerikanische Wahlvenezianerin Donna Leon und den „Russendisko“-Bestsellerautor Wladimir Kaminer nach Burgdorf geholt. Hirata kannte sie schon lange, bevor sich die Buchmesse den Literaten und Sohn eines armen Zinnminenarbeiters von der Insel Belitung als eines ihrer Aushängeschilder angelte.

Beim bundesweit beachteten Indonesien-Festival im Mehrgenerationenhaus vor zwei Jahren war es, als Wegener die Gelegenheit nutzte: Sie traf dort mit Indonesiens Generalkonsulin Marina Estella Anwar Bey zusammen, schwärmte dieser von Hiratas Schreibkunst vor - und bat um Unterstützung für ihr Bemühen, den Autor für eine Lesung in Burgdorf zu gewinnen. Die Konsulin ließ durchblicken, man werde sich kümmern. Sie bat, Wegener möge ihr Anliegen in einem Schreiben ans Generalkonsulat in Hamburg schriftlich vortragen. Was die Buchhändlerin tat. Nur bekam sie nie eine Antwort. Auch der Verlag Hanser Berlin wusste noch im Januar 2015 nicht zu sagen, ob und wann Hirata einmal nach Deutschland kommen würde.

So schildert Wegener ihre Fehlversuche, Burgdorf eine Lesung mit dem Indonesier zu bescheren. Bis ihr in diesem Sommer der Zufall in die Hand spielte. Da kam die Geoökologin Gudrun Franken, langjährige Stammkundin, mal wieder in den Laden an der Hannoverschen Neustadt. Sie berichtete der Buchhändlerin, dass sie gerade aus Indonesien zurückgekehrt sei. Wegener erzählte ihr von Hirata. Franken hatte dessen gefeierten Roman „Die Regenbogentruppe“ längst gelesen. Denn ausgerechnet auf Belitung war sie im Auftrag der Bundesanstalt für Geowissenschaften gewesen - also auf der Insel, auf der Hirata lebt und arbeitet.

Franken sagte spontan zu, ihre Kontakte spielen zu lassen. Gesagt, getan. Mitte August konnte sie Wegener mitteilen, dass Hirata zur Buchmesse kommen würde. Mit diesem Wissen trat die Buchhändlerin erneut an den Verlag heran, in dem Hirata auf Deutsch erscheint. Sie erfuhr, dass Messeauftritt und Lesereise längst organisiert seien. Burgdorf stehe nicht auf Hiratas Tourplan. Und so ließ sich Wegener zu Hanser-Berlin-Pressesprecher Thomas Rohde durchstellen, der die Lesereise organisiert hatte. Und siehe da: Der Verlag erreichte nach Rücksprache mit dem Autor, dass dieser nach einem Auftritt in der Schweiz den Flieger von Zürich nach Hannover nimmt, um am Montag, 26. Oktober, im StadtHaus an der Sorgenser Straße zu lesen. Weil Hiratas Übersetzer Peter Sternagel keine Zeit hat, verpflichtete Wegener die frühere NDR-Redakteurin Margarete von Schwarzkopf für die Moderation. Und Wegener? Kann ihr Glück noch immer nicht ganz fassen.

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Von Redakteur Joachim Dege

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