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Stiftung sichert Fachwerkhäuser

Otze Stiftung sichert Fachwerkhäuser

Die Satzung liegt zur Prüfung im Innenministerium, das Stiftungskapital von 50.000 Euro ist gesammelt: Bis Jahresende will sich die Stiftung gründen, die den Erhalt des Fachwerkensembles am Backhausplatz sichern soll.

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Carl Hunze (Bildmitte) erläutert den Teilnehmern der Regions-Radtour die Entstehung und die Zukunft des Fachwerkensembles.

Quelle: Bismark

Otze. Für Carl Hunze, Ortsbürgermeister und Sprecher der Vereine, steht das Ziel fest: „Noch in diesem Jahr wollen wir die Gründungsphase beenden und mit der Stiftung starten.“ Das Vorhaben erläuterten Hunze und Hans Peter Grupe am Dienstagabend auch Regionspräsident Hauke Jagau, dessen Radtour ihn und knapp 50 Begleiter nach Otze führte. „Ich habe das Ziel bewusst ausgesucht, weil ein solches Engagement einzigartig ist“, sagte Jagau.

Seit 1985 haben Freiwillige aus Otze, vor allem die sogenannte Rentnerband, die vier historischen Gebäude aus der Ortschaft zum Teil abgetragen und dann am Backhausplatz neu aufgestellt. Dazu gehören der Speicher, in dem heute viele Ehen geschlossen werden, das Altenteilerhaus als Heimatstube sowie als Domizil für die Vereine und Verbände des Ortes, ein Backhaus und ein Toilettenhäuschen.

„Beeindruckend“, befanden die Radfahrer, die aus der gesamten Region kamen. Auf besonderes Interesse stieß die geplante Stiftung: „Wir wollen das Ensemble dauerhaft für den Ort erhalten“, sagte Hunze und fügte hinzu: „Das gelingt nicht mit einem Verein, weil der sich zum einen auflösen kann und zum anderen personenbezogen arbeitet.“ Die Stiftung indes gründe sich mit dem Ziel, die Häuser zu unterhalten und für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Denn letztlich hätten die Otzer Bürger gemeinsam das Projekt in den vergangenen 30 Jahren umgesetzt. Mit mindestens 9000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, wie Grupe ergänzte.

Er zeigte ebenso wie Hunze und andere Mitstreiter den Radfahrern das Fachwerkensemble, erklärte die Umbauphasen und Besonderheiten der Gebäude, von denen einige zwischenzeitlich als Hühnerställe genutzt worden waren. Einen Ausblick gab es aber auch auf Projekte jenseits der Stiftungsgründung: Dazu zählt nach Aussage Hunzes eine Dokumentation über die Bauarbeiten. Daraus wiederum, so die Ideengeber, könnte sich ein Faltblatt mit Informationen entwickeln.

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Von Redakteur Antje Bismark

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