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Brei oder Muttermilch? Oder beides?

Burgdorf Brei oder Muttermilch? Oder beides?

Trinkt mein Kind genug? Wie lange kann oder soll ich stillen? Und ab wann kann ich welchen Brei füttern? Um diese – und um ganz viele andere Fragen – drehen sich die Gespräche in der Stillgruppe Burgdorf, die sich an jedem zweiten Dienstag trifft.

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Das Kinder-Quintett und seine Mütter trifft sich zweimal im Monat in der Stillgruppe - und freut sich über neue Spielgefährten.

Quelle: privat

Burgdorf. Fast seit dem Tag der Geburt von Louisa im März kommt Natalie ins Frauen- und Mütterzentrum. „Am Anfang wusste ich gar nicht so recht, was mich bei einer Stillgruppe erwartet“, bekennt die junge Mutter. Alle Bedenken hätten sich jedoch beim ersten Treffen erledigt gehabt: „Niemand muss hier vorstillen, jede von uns kann aber ihre Fragen loswerden“, berichtet sie. Und Verena, die mit ihrem Sohn Julius regelmäßig kommt, ergänzt: „Es gibt ja gerade im Internet und in den sozialen Medien viele Tipps und Hinweise, aber sie helfen eben nicht jedem Kind in jeder Situation.“

Bei Stillberaterin Ursula Eikenberg und ihrer Mitstreiterin Imke Laube werden die Mütter, an diesem Dienstag sind es vier, in einem geschützten Raum ihre Fragen los. Darf Charlotte noch mit über einem Jahr gestillt werden? „Wenn es Kind und Mutter gut tut, in jedem Fall“, sagt Eikenberg, die die Gruppe ehrenamtlich leitet und ihm Hauptberuf als Kinderkrankenschwester und Stillberaterin in der MHH arbeitet. Ab wann darf Jonas abends ein Fläschchen Milch bekommen – und welches? „Es geht ja darum, dass wir abends einmal ausgehen wollen“, sagt Nadine. Pre-Milch mit einem geringen Eiweißanteil sei am besten geeignet, erklärt Eikenberg und fügt hinzu: „Das Fläschchen solltest nicht du, sondern der Papa oder die Großmutter geben.“ Damit beuge die Mutter vor, dass das Kind am Ende doch gestillt werden wolle. An diesem Dienstagvormittag besprechen die Frauen die Fragen in offener Runde. „Wer das nicht möchte, mit dem sprechen wir einzeln“, sagt Eikenberg.

Sie und Laube beraten seit fast einem Jahr die Mütter, manche wie Natalie und Verena treffen sich inzwischen außerhalb der Gruppentermine. „Bei meinem ersten Kind haben mir diese sozialen Kontakte gefehlt“, sagt Verena. Auch die Kinder würden sich inzwischen erkennen, hat sie beobachtet. Vor allem profitierten die Mütter davon, dass die anderen gerade ähnliche Phasen durchliefen: Das gelte für das Zahnen ebenso wie für die erste Erkältung. „Jeder darf hier seine Meinung vertreten“, betont Eikenberg, nach deren Angaben die Mütter aus Burgdorf, aber auch aus Lehrte, Burgwedel und Isernhagen kommen.

Das nächste Treffen steht am Dienstag, 25. Oktober, von 10 bis 11.30 Uhr im Frauen- und Mütterzentrum an. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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