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Die Straße ist zum Tanzen da

Burgdorf Die Straße ist zum Tanzen da

Am Wochenende erlebten die Passanten in Burgdorfs Innenstadt die dritte Auflage des Straßenmusikfestivals. Manche Dame wagte ein Tänzchen mit einem der Barden.

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Willi Degener wünscht sich von Daniel Fernholz einen Song von Tom Petty.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Einfach nur dasitzen, versunken in die Saiten greifen und vor sich hin spielen? Das ist nichts für Daniel Fernholz. Der Organisator des mittlerweile dritten Burgdorfer Straßenmusikfestivals liebt die Kommunikation, das Spiel mit seinem Publikum. „Was soll ich dir spielen?“ fragt er Willi Degener. „Kannst du was von Tom Petty? – Der kann was und Daniel auch,“ zieht der Burgdorfer Parallelen. Nach kurzem Nachdenken beginnt Fernholz zu singen.

Als junger Mann muckte er in der Passarelle in Hannover, heute zieht es ihn auch gern einmal ans Nordufer des Maschsees oder auch in andere Städte. „Da sitze ich dann und spiele ganz Verschiedenes, auch Volkslieder. Und dann gucken die Leute schon mal seltsam: ‘Der hat lange Haare und spielt Volkslieder, was ist das denn für einer“, sagt der Barde aus Ehlershausen und lacht.

Besondere Begegnungen habe er viele gehabt. Vor Jahren, erinnert er sich, habe ihm einmal ein Postbeamter 100 Mark geschenkt: „Endlich mal etwas Schönes in meinem Leben“, habe der Mann ihm gesagt und ihm den ganzen Nachmittag lang zugehört. „Den habe ich später wiedergetroffen. Er hat geheiratet – und mich gebucht“, erzählt Fernholz.

Auch eine Einladung vom Bluessänger Champion Jack Dupree zum Rippchenessen ins Brederohochhaus bleibt ihm unvergessen: „Wir hatten die gleiche Stammkneipe.“
Seine Mitstreiter für das Musikfestival hat sich Fernholz selbst gesucht: „Man kennt sich.“ Wie Fernholz’ Repertoire ist auch die Spanne der Künstler weit gefächert. Wenngleich alle irgendeine Verbindung zu Burgdorf haben. Für den Burgdorfer Kinderliedermacher Mathias Lück und seinen Piratenkumpan Norbert Geiseler ist das Straßenmusikfestival keine Routine. Normalerweise spielen sie auf Einladung in Schulen oder auf Stadtfesten. „Hier müssen wir spontaner sein, brauchen aber auch viel weniger Equipment. Das ist schon spannend.“

Den melancholischen Gegenpart liefern Sarah & Omid mit vielbeklatschter südosteuropäischer Folklore. „Lass mich dein Badewasser schlürfen“: Mit gebremster Frivolität buhlt Tenor Jürgen Meyer charmant um die Zuneigung der Damen im Publikum am Spittaplatz.

Jango Erhardo ist da weniger zurückhaltend: Mit ausgeprägter Mimik und Gestik interpretiert er „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Fraun“ so brüllend komisch, dass eine Passantin ihm spontan ein Tänzchen genehmigt. Ihr Ehemann nahm es mit einem Schmunzeln – Applaus.

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Von Sandra Köhler

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