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Südlink: Lob für mehr Erdkabel

Burgdorf Südlink: Lob für mehr Erdkabel

Als Etappensieg sehen die Bürgermeister die Entscheidung der schwarz-roten Koalition in Berlin, beim Südlink mehr Kabel in der Erde zu verlegen. Gleichwohl: Die weitere Planung wollen sie genau verfolgen.

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Das Erdkabel kommt den Kommunen in dicht besiedelten Gebieten aus stadtplanerischer Sicht entgegen - doch was ist mit der Umwelt, beispielsweise in Mooren?

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. „Wir nehmen die Entscheidung mit Freude zur Kenntnis“, sagt Sehndes Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke und schiebt ein Aber hinterher: „Noch haben wir keinen Gesetzesentwurf und erst recht kein Gesetz.“ Deshalb sei es wichtig, die neu aufzustellende Planung für Erd- und Überlandkabel genau im Blick zu behalten. Auf der einen Seite komme das Erdkabel den Kommunen in dicht besiedelten Gebieten wie der Region Hannover aus stadtplanerischer Sicht entgegen. „Auf der anderen Seite spielen ökologische Aspekte eine Rolle, wenn das Erdkabel beispielsweise durchs Altwarmbüchener Moor verlegt wird“, gibt Lehrke zu bedenken. Sein Plädoyer lautet deshalb: Die Akteure auf Bundesebene sollten mit Tennet auch die Trassenführung in weniger dicht besiedelten Gebieten weiterhin prüfen.

„Burgdorf unterstützt die Energiewende und erachtet deshalb auch einen adäquaten Ausbau der Infrastruktur für erforderlich“, sagt Stadtsprecherin Eva-Maria Dobriloff und verweist auf die Hamelner Erklärung. Zugleich betont sie, dass die Stadt seit langem den verstärkten Einsatz von Erdkabeln gefordert habe. Den Paradigmenwechsel in Berlin bezeichnet Dobriloff als Meilenstein im Verfahren, den Burgdorf ausdrücklich begrüße. Gleichzeitig fordere die Stadt weiterhin eine frühzeitige Information der Bürger und der Kommunen, denn: „Auch die voraussichtlich 30 Meter breiten Kabelgräben werden weitere Konflikte aufwerfen und nicht ohne erhebliche Umweltauswirkungen sein“, erklärt Dobriloff.

Erst am Donnerstagabend hatte sich der Burgdorfer SPD-Ratsherr Hans-Dieter Morich im Umweltausschuss für mehr Erdkabel ausgesprochen - und auch in Lehrte hatten Verwaltung und Politik dieses Verfahren immer wieder gefordert, sagt Stadtsprecherin Fabian Nolting und verweist auf den jüngsten Ratsbeschluss vom 17. Juni. Darin hatte der Rat unter anderem eine Erweiterung der Erdverkabelung ausgesprochen. „Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis des Energiegipfels zu begrüßen“, teilt Nolting mit. Auch wenn Uetze bislang nicht betroffen ist, sagt Bürgermeister Werner Backeberg: „Wir begrüßen den Vorschlag, weil er dem politischen Frieden dient.“ Zudem seien Erdkabel weniger störanfällig.

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Diskussion zum Südlink
Der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann begrüßt die Entscheidungen aus Berlin.

Die Bundesregierung verständigte sich vor knapp zwei Wochen, große Teile der geplanten Stromtrasse Südlink unterirdisch zu verlegen, um eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen. Im Regionshaus wurde beraten, wie es jetzt mit dem Südlink weitergehen soll.

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