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THW wirbt um Mitglieder

Burgdorf THW wirbt um Mitglieder

Seit Wochen leisten Ehrenamtliche des THW ungezählte Einsatzstunden in den Flüchtlingsunterkünften - dennoch will sich der Ortsverband beim Oktobermarkt mit Aktionen beteiligen und auf diese Weise neue Mitglieder gewinnen.

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Suchen weitere Jungen und Mädchen als THW-Nachwuchs (von links): Thorben, Till, Sven, Joris und THW-Jugendleiterin Jutta Mascher.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Noch im vergangenen Jahr ermöglichten einige der 25 Aktiven den Besuchern einen Schnellkurs beim Wanddurchbruch. „Das können wir jetzt nicht anbieten“, sagt Friedrich Weber, beim Technischen Hilfswerk (THW) für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Denn: Seit Wochen befinden sich die Helfer im Dauerstress, weil sie mit ihrem Wissen, Können und der Technik den Aufbau von Notunterkünften unterstützen. Uetze, Celle-Wietzenbruch, Scheuen, Langenhagen - an allen vier Standorten waren die THWler aus Burgdorf gefragt, als Leitungen für Strom oder Wasser gelegt, Betten aufgestellt oder Zwischenwände gezogen werden mussten.

In dieser Belastung aber zeige sich auch die Besonderheit des THW, sagt Weber: „Wir leisten Katastrophenhilfe in Kooperation mit anderen Helfern wie Feuerwehr oder Polizei - und das in einem Team, in dem die Leistung jedes Einzelnen wichtig ist.“ Diesen Geist der Kameradschaft erlernten bereits die zehn Nachwuchskräfte, die sich an jedem Mittwoch ab 18 Uhr unter der Regie von Jutta Mascher in der Wache an der Straße Vor dem Celler Tor treffen.

Die Burgdorferin gehört dem THW seit einem Vierteljahrhundert an, kümmert sich seit Jahren um die Kinder und Jugendlichen. „Auch in solch arbeitsintensiven Zeiten wie jetzt“, betont sie und fügt hinzu, dass sie mit den jungen Mitgliedern auch über die derzeitigen Einsätze und Aufgaben spreche. „Sie erhalten damit eine ganz andere Perspektive auf die aktuellen Entwicklungen“, weiß sie aus Erfahrung. Viele der Aufgaben seien den Nachwuchskräften auch bekannt: „Wir trainieren ja regelmäßig, wie Leitern gesteckt, ein Spreizer bedient oder Knoten gefertigt werden“, sagt Mascher. Unter dem Motto „Spielend helfen lernen“ erfahren die Kinder und Jugendlichen die Funktionsweise aller Geräte - mit Ausnahme jener, die über einen Motor verfügen. Außenstehende wüssten oft nicht, dass es ein so vielfältiges Angebot gibt, sagt Mascher. „Umso wichtiger sind öffentliche Veranstaltungen wie der Oktobermarkt, weil wir unsere Arbeit vorstellen und Fragen beantworten können“, sagt die THW-Frau. Das Angebot mit einem Geschicklichkeitsparcours werde nicht nur Kinder ansprechen, sondern auch deren Eltern. Sie können als Quereinsteiger ebenfalls den aktiven Dienst mit übernehmen: „Ich habe mich damals spontan beim Oktobermarkt entschlossen und nun alle Prüfungen abgelegt“, sagt Weber. Das THW werde seinen Stand an allen drei Tagen öffnen, kündigt er an.

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