Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Randalierer wüten im Stadion

Burgdorf Randalierer wüten im Stadion

Zerstörte Auswechselbänke, zerschlagene Außenbandenwerbung, herausgerissene Papierkörbe, abgebrannte Tornetze: Zunehmender Vandalismus im Stadion an der Sorgenser Straße beschert der TSV Burgdorf außer viel Ärger auch einen hohen wirtschaftlichen Schaden.

Voriger Artikel
Richterin verurteilt Nudisten zu Geldstrafe
Nächster Artikel
In der Sparkasse liegt das große Geld

Unbekannte wüten seit Wochen im Stadion an der Sorgenser Straße.

Quelle: privat

Burgdorf. Der Frust bei den TSV-Verantwortlichen ist groß: Seit mehr als einem Jahr sorgen Randalierer auf dem Vereinsgelände für Ärger. "Inzwischen geht von den Beschädigungen auch ein gesundheitliches Risiko aus", sagt der sportliche Leiter der Fußballsparte, Dirk Bierkamp, und verweist auf zerschlagene Glasflaschen auf den Wegen und den Grünanlagen. Zwei Sportler hätten sich bereits an den Splittern verletzt.

Um dem Treiben ein Ende bereiten zu können, müsste der Verein die Anlage abschließen. "Wer dann zum öffentlichen Soccerpark will, der muss dann durchs Haus der Jugend gehen und unterliegt damit ja auch einer gewissen sozialen Kontrolle", sagt Bierkamp. Doch über das Vorhaben muss die TSV erst mit der Stadtverwaltung sprechen, weil der Soccerpark öffentlich zugänglich bleiben soll. Nachdem am Wochenende die Randalierer aber wieder das Areal beschädigt hatten, habe der Verein nun erst einmal abgeschlossen. "Nur dann können wir unser Hausrecht geltend machen", sagt Bierkamp nach Rücksprache mit der Polizei. Dort zeigt der Verein seit Jahresbeginn alle Beschädigungen an.

Dazu gehört auch der aufgebrochene Flutlichtkasten, von dem aus die Unbekannten über mehrere Tage und Nächte das Flutlicht eingeschaltet hatten. Die Folge: Fünf der zehn Leuchten sind mittlerweile defekt. "Inzwischen haben wir den Kasten mit einer Kette gesichert", sagt der Bierkamp. Er schätzt den entstandenen Gesamtschaden auf einen hohen vierstelligen Betrag. Hinzu kommt, dass sich die Beschwerden der Anwohner häuften - wie am zurückliegenden Wochenende. Bierkamp spricht von bis zu 30 Jugendlichen, die sich auf dem Vereinsgelände aufgehalten haben.

Angesichts der Zerstörungswut und der Tatsache, dass die Taktung zwischen den Straftaten immer kürzer würde, wünschen sich die TSVer möglichst schnell ein Gespräch. Das werde es geben, sichert Stadtsprecher Jens Böhm auf Anfrage zu. Aber erst in den nächsten Wochen. Zwar habe der Verein die Verwaltung schon im März angeschrieben. Doch diese habe erst einmal die am Wochenende erfolgte Neuwahl des Vorstandes abwarten wollen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6spbwii5es91l9mp4k4p
Rat peilt die schwarze Null an

Fotostrecke Burgdorf: Rat peilt die schwarze Null an