Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
400 Tänzer gestalten Benefiz-Show

Burgdorf 400 Tänzer gestalten Benefiz-Show

Die kleinen Äffchen tollen übers Parkett im Studio B5. "Schnell von der Bühne ", ruft Tanzlehrerin Julia. Doch Verbeugen muss sein. Denn die Kinder wollen bei der Tanzshow Moviepark am 1. und 2. April in der Aula des Gymnasiums ihren Applaus auch richtig genießen können.

Voriger Artikel
Mäzen spendiert Flüchtlingen 16 Fernseher
Nächster Artikel
Ein Schulleiter mit Weitblick

Quirlige Äffchen und Blues Brothers: Das ist nur ein Bruchteil dessen, was bei der Tanzshow Moviepark auf der Bühne zu erleben ist.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf/Hänigsen. Mehr als 400 Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene – die älteste Akteurin ist 74 – aus den Tanzschulen in Burgdorf und Hänigsen präsentieren am Sonnabend und Sonntag, 1. und 2. April, ein zweistündiges Programm.

Mehr als ein halbes Jahr lang haben sie schon geprobt, um das Publikum mit Auftritten zu Musiktiteln aus Dschungelbuch, Blues Brothers, Rocky, The Fast and the Furious, Harry Potter und vielen anderen Filmen mitzureißen und die Kasse klingeln zu lassen. Denn der Erlös aus den beiden Aufführungen, die bereits jetzt restlos ausverkauft sind, geht an das Prinzprojekt in Burgdorf.

Das soziale Engagement ist Tanzschulbetreiber Berko Meyer ein Herzensanliegen: „Als ortsansässiges Unternehmen wollen wir Kinder in der Stadt und der Umgebung unterstützen.“ Weil an den Tanzshows auch die Technik-Crew des Jugendkulturhauses JohnnyB. beteiligt ist, lag es nahe, das dort angesiedelte Projekt für soziales Lernen zu unterstützen.

Bei den Eltern komme das sehr gut an, sagt Imke Meyer, Mitinhaberin der Tanzschulen: „Die haben beim Kartenkauf zum Teil einfach aufgerundet und gesagt, spendet das mal.“ Bei der ersten Benefiz-Tanzshow waren rund 2000 Euro zusammengekommen. „Das werden wir wohl auch dieses Mal schaffen“, sind Imke und Berko Meyer überzeugt.

Mit dem zweiten Event dieser Art scheinen sie geradezu offene Türen einzurennen: „Wir haben vor drei Jahren zum 30-jährigen Bestehen der Tanzschule etwas Ähnliches auf die Beine gestellt. Und immer wieder gehört, wie toll das war, und ob wir so etwas nicht wieder machen können“, sagt Imke Meyer: „Jedes Jahr wäre das zu aufwendig. Aber in größeren Abständen wollen wir das machen.“

Fette Licht- und Tontechnik, bunte Kostüme und die Bühne in der Aula des Gymnasiums, auf der auch die Darsteller des Theaters für Niedersachsen auftreten, sollen für einen anspruchsvollen und professionellen Rahmen sorgen. „Für die Kinder ist es toll, mal auf einer richtigen Bühne mit Vorhang vor großem Publikum aufzutreten“, erzählt die Tanzlehrerin. Beim großen Finale am Ende werden alle gemeinsam auf der Bühne stehen.

Wer keine Karten für die beiden Vorstellungen ergattern konnte – es existiert sogar eine Warteliste –, hat die Chance, den Auftritt seines Nachwuchses zumindest in einer Video bewundern zu können. „Es wird aus mehreren Perspektiven gefilmt und die Aufnahmen zusammengeschnitten. „Wer Interesse hat, kann sich bei uns melden“, sagt Imke Meyer.

Das ist das Prinzprojekt

Entwickelt hat das Prinzprojekt Horst Gohla, Leiter des Jugendkulturhauses  Johnny B., in Kooperation mit der Prinzhornschule. An drei Tagen in der Woche werden bis zu 20 Kinder und Jugendliche der Prinzhorn-, aber auch anderer Schulen von Mareike Goldmann im JohnnyB. pädagogisch betreut.

Es wird gemeinsam zu Mittag gegessen, die Jugendlichen erhalten Hilfe bei den Hausaufgaben und können an vielfältigen Aktivitäten teilnehmen. Das sind beispielsweise Interaktionsspiele, Zirkusprojekte,Bewegungsangebote in der Sporthalle, gemeinsames Kochen, Schwimmbadbesuche, Besuch des Tierheims, Kreativangebote, Ausflüge und theaterpädagogische Kurse. Im Mittelpunkt des Projektes stehen soziales Lernen und die  Förderung lernschwacher und verhaltensauffälliger Kinder.

Beim gemeinsamen Miteinander werden spielerisch fairer Umgang untereinander und miteinander, Respekt und Hilfsbereitschaft eingeübt. Zudem geht es darum, Wahrnehmung, Interaktionsfähigkeit und das Selbstbewusstsein zu fördern, die  Kommunikations- und Sprachfähigkeit, sowie Kreativität und Selbstständigkeit zu entwickeln. Und der Spaß darf natürlich nicht zu kurz kommen.

Das Projekt wird überwiegend aus Spenden finanziert, die die Vereine Kultürchen, Alles Banane und die Burgdorder Tafel zue Verfügung stellen.

Von Sandra Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wb5g2out6a1leaojdg8
FDP will Politik neu denken

Fotostrecke Burgdorf: FDP will Politik neu denken