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Taschendieb braucht Sekunden

Burgdorf Taschendieb braucht Sekunden

Insgesamt 19-mal haben Taschendiebe innerhalb der vergangenen drei Monate zugegriffen - zumeist nutzten sie die Unaufmerksamkeit von Kunden beim Einkaufen aus.

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Taschendiebe greifen blitzschnell zu, ohne das das Opfer etwas merkt.

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. Im jüngsten Fall hatte sich eine 84-Jährige am Dienstag zwischen 15.50 und 16.10 Uhr in einem Lebensmittelgeschäft an der Uetzer Straße aufgehalten. Die Seniorin hatte ihre Geldbörse in einem Jutebeutel verstaut. „Der wiederum befand sich im Korb des Rollators“, sagte ein Polizeisprecher. Beim Einkaufen ließ die Burgdorferin offenbar kurz ihre Tasche aus den Augen. Dieser Moment der Unaufmerksamkeit reichte einem Dieb, um das Portemonnaie zu stehlen. Es enthielt neben Geld auch den Ausweis, die EC-Karte und weitere persönliche Papiere. Nach Polizeiangaben liegt der Schaden bei 150 Euro.

Angesichts von inzwischen 19 Diebstählen dieser Art im zurückliegenden Vierteljahr warnt der Polizeisprecher noch einmal nachdrücklich davor, Wertgegenstände wie Geldbörsen offen in Einkaufswagen oder Rollatoren abzulegen. Gleiches gelte für Netze oder Körbe an Kinderwagen, die von Eltern gern als Ablagemöglichkeit verwendet würden. „Geübten Tätern reichen für den Diebstahl erfahrungsgemäß nur wenige Sekunden. Sie greifen auch zu, wenn das Kind im Wagen sitzt“, sagt der Sprecher und fügt hinzu, dass die Opfer zumeist erst an der Kasse den Verlust von Geld und Papieren bemerken. Dann aber hätten die Täter meist schon das Geschäft verlassen.

Weil längst nicht alle Läden oder Märkte über Videokameras verfügten, sei es schwierig, die Täter zu stellen. „In manchen Geschäften werden die Aufzeichnungen innerhalb von 24 Stunden gelöscht, deshalb müssen Opfer eben sehr schnell eine Anzeige erstatten“, sagt der Sprecher. „Wenn die Ermittler die Chance auf Videomaterial haben, dann werten sie das auch aus.“ Die meisten Diebe, die in Supermärkten in unbeaufsichtigte Taschen griffen, agierten allein. „Wir haben es hier nicht mit dem klassischen Taschendiebstahl einer Gruppe zu tun, bei dem einer zugreift und die Geldbörse dann an andere Täter weitergibt“, sagt der Polizeisprecher.

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Von Redakteur Antje Bismark

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