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Wenn die Schrecken des Krieges stumm machen

Burgdorf Wenn die Schrecken des Krieges stumm machen

Das Theater für Niedersachsen gastiert am Freitag, 24. Februar, um 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums am Berliner Ring. Zu sehen gibt es das Schauspiel "Verbrennungen" von Wajdi Mouawad. Es handelt sich um eine Vorstellung innerhalb der Reihe "Theater am Berliner Ring".

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Mit dem Schauspiel "Verbrennungen" thematisiert Wajdi Mouawad die Schrecken des Krieges.

Quelle: falk von traubenberg

Burgdorf. In seinem 2003 uraufgeführten Schauspiel „Verbrennungen“ entwirft der aus dem Libanon stammende Wajdi Mouawad eine aufwühlende, emotionale und spannende Lebensgeschichte und gibt dem abstrakten Schrecken des Krieges damit ein Gesicht. Das Drama über die Suche nach Wahrheit und die Verstrickung in eine von Bürgerkrieg und sinnloser Gewalt geprägte Vergangenheit hat innerhalb von zwei Jahren in 23 Inszenierungen große Bühnen im deutschsprachigen Theater erreicht.

Darum geht es: Die seit vielen Jahren in Kanada lebende Kanzleisekretärin Nawal Marwan spricht seit fünf Jahren kein Wort mehr. Ihre erwachsenen Kinder, die Zwillinge Jeanne und Simon, kennen nicht den Grund und sie haben zudem den Zugang zu ihr verloren. Als Nawal stirbt, enthüllt ihr Testament, dass Jeannes und Simons totgeglaubter Vater noch lebt - und dass sie einen älteren Bruder haben. Nawals letzer Wille ist, dass die Zwillinge beide finden und ihnen jeweils einen Brief überbringen sollen.

Die Suche führt sie in den Nahen Osten, die Heimat ihrer Mutter. Nach und nach erfahren sie mehr über die Geschichte ihrer Mutter und ihre eigene Herkunft. Was die Geschwister für wahr genommen hatten, entpuppt sich als Täuschung. Aus einzelnen Mosaiksteinen setzt sich schließlich Nawals erschütternde Biographie zusammen. Das bringt auch die Identität der Zwillinge ins Wanken. Am Ende bleibt die niederschmetternde Realität und eine lange Spur der Gewalt.

Die in französischer Sprache gedrehte Verfilmung des Theaterstücks unter dem Titel „Die Frau, die singt“ erhielt 2011 eine Oscar-Nomierung als bester fremdsprachiger Film. Die TfN-Inszenierung ist von Gero Vierhuf. Als Veranstalter zeichnen der Verkehrs- und Verschönerungsverein und die Stadt Burgdorf verantwortlich. Um 19.30 uhr gibt es eine kostenlose Einführung in die Handlung.

Eintrittskarten gibt es in der Geschäftsstelle des Verkehrs- und Verschönerungs-Vereins an der Braunschweiger Straße 2, sowie online unter www.vvvburgdorf.de. Mitglieder des VVV und Jugendliche erhalten Ermäßigungen.

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Von Sandra Köhler

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