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Feuerwehr entert verunglückten Zug

Ehlershausen Feuerwehr entert verunglückten Zug

Wie sie schnell und effektiv bei einem Zugunfall helfen können, haben am Sonnabend rund 40 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Burgdorf und Ramlingen-Ehlershausen mehrere Stunden trainiert - an einem ausrangierten Personenwaggon und einer S-Bahn. Übungsort war ein Nebengleis in Ehlershausen.

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Die erste „Verletzte“ - dargestellt von Leonie - wird auf einer Schleifkorbtrage durch die Öffnung des ausgebauten Waggonfensters gehoben.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Ehlershausen. Ein Unfall im Schienenverkehr stellt die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Eine Unfallstelle auf einem Bahngleis ist in der Regel für die Feuerwehrfahrzeuge nicht erreichbar. Das bedeutet, die Ausrüstung muss über lange Strecken mit Loren - Burgdorfs Feuerwehr hat zwei - zum Zug geschoben werden. Die Gleise liegen meist auf einem Damm und in unwegsamem Gelände, sodass eine Arbeitsbühne gebaut werden muss, um an die Zugfenster zu gelangen. „Im Gleisbett zu arbeiten ist eine große Herausforderung“, sagte Feuerwehrmann Christian July. Zudem müssen die Feuerwehrleute wissen, wie sie am schnellsten in den verunglückten Waggon gelangen, das Material der Züge ist robuster als bei Autos.

All das haben die Retter am Sonnabend geübt. Sie durften unterschiedliche Werkzeuge - zum Beispiel Flex, Bohrer, Scheibensäge - ausprobieren. „Damit sie selbst erleben, wie sich Zugfenster öffnen lassen“, erklärte Zugführer Ralf Riehlein. Der nächste Schritt war die Rettung der „Verletzten“, gemimt von der Jugendfeuerwehr. Auch hier wurden mehrere Methoden ausprobiert.

Chef am Unfallort ist der Notfallmanager der Bahn

An Eisenbahnwaggons zu üben, diese Möglichkeit hat ein Feuerwehrmann einmal in zwei Leben“, erklärte Ortsbrandmeister Florian Bethman die Bedeutung der Übung für die Burgdorfer. Eine Einschätzung, die Carsten Tönnies von DB Regio Niedersachsen bestätigte: „Wir bieten pro Jahr drei Übungen für Feuerwehren an, 2015 in Burgdorf, Bremen und Braunschweig.“ Vier Mitarbeiter der Deutschen Bahn begleiteten die Übung in Ehlershausen. Tönnies ist Techniker. Er erklärt den Rettern, wie sie am besten in einen Zug gelangen können – bei Übungen und im Ernstfall. Chef an einer Unfallstelle ist der Notfallmanager der Bahn. Am Sonnabend war das Moritz Ritter von der DB-Netz-Einsatzstelle Lehrte. Er war verantwortlich dafür, dass der Strom in der Oberleitung abgestellt und der Zug geerdet wird, und er ist der Berater der Einsatzleiter der Feuerwehren. Spätestens 30 Minuten nach dem Alarm muss er am Unfallort sein.

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