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VW Käfer bekommt großen Auftritt bei Jauch

Burgdorf VW Käfer bekommt großen Auftritt bei Jauch

Eigentlich wollte Familie Kurth nur ihren VW Käfer Ovali verkaufen – dann landeten die Burgdorfer mit dem Fahrzeug aus dem Jahr 1957 am Sonntagabend in der Sendung von Günther Jauch. Thema: Der Abgasskandal bei Volkswagen.

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Geladen zu Günther Jauch nach Berlin: Familie Kurth und ihr Käfer beim Moderator.

Quelle: privat

Burgdorf. „Am Freitag erhielten wir einen Anruf und eine Einladung nach Berlin“, sagt Birgit Kurth. Die Burgdorferin und ihr Mann Thomas hatten den VW Käfer Ovali bei Ebay eingestellt, weil sie den Oldtimer verkaufen möchten. „Uns fehlen schlicht die Möglichkeiten, das Fahrzeug vernünftig unterzustellen“, berichtet sie. Dabei sorge der Wagen bei Oldtimertreffen immer für beste Erinnerungen: „Die Leute sehen das Auto und rufen sofort, dass sie damit nach Italien über die Alpen in den Urlaub gefahren sind – meist mit fünf Personen“, weiß Kurth aus Erfahrung und bezeichnet das Fahrzeug als „Schmuckstück für Liebhaber“.

Eigentlich wollte Familie Kurth nur ihren VW Käfer Ovali verkaufen – dann landeten die Burgdorfer mit dem Fahrzeug aus dem Jahr 1957 am Sonntagabend in der Sendung von Günther Jauch.

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Damit konnten sie offenbar auch bei Günter Jauch punkten, der in seiner Talkshow am Sonntagabend den VW-Abgasskandal thematisierte und mit eben jenem VW Käfer vor das Gasometer fahren wollte. „Die Produktionsfirma sagte uns, dass wir eines von zwei dieser Fahrzeuge haben, die in Frage kamen“, sagt Kurth. Sie verwarf nach dem Anruf aus Berlin mit ihrem Mann und dem 14-jährigen Sohn Tom alle Pläne für das Wochenende, um den Käfer zum großen Auftritt begleiten zu können. „Am Sonnabend kam ein Transporter, lud den Wagen auf und dann fuhren wir gemütlich mit Tempo 100 direkt aufs Produktionsgelände“, erzählt Kurth.

Jauchs Firma mietete den Burgdorfern ein Hotelzimmer, so dass alle Drei ein entspanntes Wochenende verleben konnten – inklusive einer Radtour durch Berlin und Poolbesuch. Am Sonntagabend stand dann der Besuch im Gasometer an. „Für uns gab es eine Führung durch die Studios, dabei haben wir Günther Jauch getroffen“, sagt Kurth. Dass dieser das Innenleben eines Käfers Ovali bestens kennt, verriet er auch kurze Zeit später, als er mit dem Wagen vor die Kameras fuhr und die Sendung unter dem Schlagwort „echte deutsche Wertarbeit“ eröffnete.

„Für viele steht der Ovali als das Gesicht des deutschen Wirtschaftswunders“, sagt Thomas Kurth – ebenso wie der Brezelkäfer. „Das waren nur wenige Filmsequenzen, wenn man sich mal überlegt, welcher Aufwand dafür betrieben wurde“, sagte Kurth beeindruckt. Viel mehr als den Start der Sendung erlebten die Burgdorfer nicht: „Weil wir die Termine am Montagmorgen nicht so schnell verschieben konnten, mussten wir gegen 22 Uhr wieder zurückfahren.“ Erneut ging es mit Tempo 100 gemütlich über die Autobahn nach Hause – der Besuch in der Sendung aber folgt noch.

Von Antje Bismark

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