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Besonderes Flair lockt Besucher in die Stadt

Burgdorf Besonderes Flair lockt Besucher in die Stadt

Ob Modeberatung, Bücherkauf oder gemütlich einen Kaffee trinken: In Burgdorfs Geschäften war am Sonntag richtig was los. Bei den Besuchern punktete der Verkaufsoffene Sonntag vor allem mit der Atmosphäre der Fachwerkstadt und individueller Beratung in den Fachgeschäften.

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Volle Innenstadt: Der Verkaufsoffene Sonntag lockt tausende Besucher nach Burgdorf.

Quelle: Lisa Malecha

Burgdorf. „Hier ist es viel entspannter als in Hannover, und die Geschäfte sind individueller“, sagte Steffen Stegemann, der eigens aus Hannover angereist war. „Bei uns gibt es doch nur noch große Ketten. und es ist viel zu voll“, stimmte ihm seine Frau Patricia zu. Die Lehrerin durchstöberte die Regale in der Bücherei Freyraum, um neue Übungsbücher für ihre Grundschüler zu finden.

Für Flair sorgte unter anderem die Jazzband „Swing Mobil“, deren Musiker Trompete und Saxophon spielend auf der Marktstraße auf und ab liefen. Mehr als 50 Ladeninhaber hatten ihre Geschäfte ab Mittag geöffnet, um die vielen Kunden aus der ganzen Region willkommen zu heißen und bei ihren Einkäufen zu beraten.

Etliche Autohäuser zeigten beim sogenannten Autofrühling auf dem Spittaplatz und auf der Marktstraße Neu- und Gebrauchtwagen. Für Hingucker hatte der Verkehrs- und Verschönerungsverein mit seiner Oldtimerausstellung gesorgt. Das Schmuckstück, ein Rolly Royce aus dem Jahr 1937, zog viele neugierige Blicke auf sich.

Auch die Händler zeigten sich größtenteils zufrieden mit dem verkaufsoffenen Sonntag. „Auf den guten Umsatz könnten wir nicht verzichten“, sagt Jörg Fehling vom gleichnamigen Modehaus. „Das Team vom Stadtmarketing hat einen guten Job gemacht.“

Doch nicht alle Händler loben den Organisator: Vor allem die Geschäftsleute an der oberen Marktstraße äußern Kritik: „Alle Aktionen und Essensstände sind im unteren Bereich, das finden wir nicht fair“, sagt Christel Garbs, Inhaberin der Tee Zeit. Immerhin würden alle die gleichen Gebühren bezahlen, da sollte auch überall gleich viel geboten werden.

Das Geschäft sei gut frequentiert und die Kunden kauffreudig, freut sich hingegen Julia Obermeyer vom gleichnamigen Modehaus. „Dafür, dass die Sonne nicht scheint, ist es echt super besucht“, sagt Martin Polch vom gleichnamigen Schuhgeschäft. Zwar kämen Sandalen noch nicht so an, dafür würde fleißig nach Winterschnäppchen gesucht. „Diese offenen Sonntage sind für uns existenz- und arbeitsplatzsichernd“, betont er. „Die Kunden wollen solche Tage.“

Das Angebot kommt gut an: Besucher aus der gesamten Region nutzten den Tag, um durch die City zu Bummeln und die Atmosphäre mit Live-Musik und Aktionen zu genießen. „Sonst ist man ja doch immer in Hektik und hat noch tausend Dinge zu erledigen. Da ist es an so einem Sonntag einfach entspannter“, sagt Ines Schwedow aus Peine. Sie ist mit der ganzen Familie angereist, unter anderem, um einen Schulranzen für ihren Enkel auszusuchen. „Hier ist es ruhig und nicht so überlaufen. Einfach schön.“

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Von Lisa Malecha

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