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Verkehrssituation für Radfahrer: Brückendamm wird entschärft
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Burgdorf Verkehrssituation für Radfahrer: Brückendamm wird entschärft

Die Pläne der Stadt, den Radverkehr auf der Nord-Süd-Achse Burgdorfs in weiten Bereichen auf die Fahrbahn zu verlegen, lösen offenbar bei vielen Unbehagen aus. Sie fürchten vor allem um die Sicherheit der jungen Radfahrer. Das ist beim runden Tisch Radverkehr am Montagabend deutlich geworden.

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Brenzlige Situation: Eine Radfahrerin will auf dem Hochbord am Kleinen Brückendamm links abbiegen. Eine entgegenkommende Frau muss nach links ausweichen. Solche Situationen, verursacht durch den gegenläufigen Radverkehr, soll es künftig nicht mehr geben.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. Mehr als 60 Bürger - Privatpersonen ebenso wie Vertreter der Schulen, des ADFC, des ADAC, des Seniorenrats, der Polizei, des Rats sowie der Stadtverwaltung, waren gekommen, um sich die Planung von Claudia Vollmert von der Tiefbauabteilung der Stadt vorstellen zu lassen. Ziel ist es, den Radverkehr künftig richtungstreu - das heißt, geradelt wird immer auf der jeweils rechten Fahrbahnseite - vom Ostlandring im Süden bis zur Sorgenser Mühle im Norden zu führen. Wo kein Platz für einen Radweg ist, soll es Schutzstreifen auf der Fahrbahn geben.

An dieser richtungstreuen Führung orientieren sich das Radverkehrskonzept der Stadt für die Nord-Süd-Achse und der Bau des Kreisels am Schwarzen Herzog. Entschärft werden soll vor allem der Kleine Brückendamm.

Dort dürfen Radler derzeit in beide Richtungen auf dem rechten und dem linken Hochbord fahren. Darüber hinaus teilen sie sich den Bürgersteig mit den Fußgängern, wenn auch durch eine weiße Linie voneinander getrennt. Dreh- und Angelpunkt des neuen Sicherheitskonzepts ist, dass die Radfahrer im geplanten Kreisel auf der Fahrbahn fahren. Nur so kämen sie auf der richtungstreuen Fahrbahnseite aus dem Kreisverkehr, erklärte Vollmert.

Zwar begrüßte die Tischrunde, dass der Kleine Brückendamm sicherer werden soll. Doch die Vorstellung, dass täglich Hunderte Schüler durch den vielbefahrenen Kreisel radeln sollen, stieß bei vielen auf große Bedenken. Sie fürchten um die Sicherheit der Jugendlichen. „Was ist, wenn bei Stau auf der A2, Lastwagen an Lastwagen auf der Immenser und der Sorgenser Straße fahren“, wollten sie wissen. „Wir haben auch das Stauszenario diskutiert“, sagte Vollmert. Doch Untersuchungen zeigten nunmal, am sichersten sind Radfahrer auf der Fahrbahn, weil sie dort von den Kraftfahrzeugen am besten wahrgenommen werden. Auch mit der Erklärung, Radfahrer und Kraftfahrzeuge sollen nacheinander in den Kreisel einfahren, sodass die Radler das Tempo bestimmen, konnte sie die Skeptiker nicht völlig überzeugen.

Um Radfahrer an die neue Verkehrsführung zu gewöhnen, plant die Stadt, das Fahren auf der Fahrbahn in den Schulen zu üben sowie in Zusammenarbeit mit dem ADFC und Seniorenrat betreutes Fahrbahnfahren anzubieten. Mit Flyern sollen die Kraftfahrzeugfahrer informiert werden.

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HAZ-Redakteur/in Anette Wulf-Dettmer

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