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Vermieter um Tausende geprellt

Burgdorf Vermieter um Tausende geprellt

Zu Geldstrafen hat das Amtsgericht Burgdorf am Montag ein Ehepaar verurteilt, das seinen Vermieter monatelang um die Miete geprellt hatte. Das Gericht sah den Straftatbestand des Mietbetrugs als erfüllt an.

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Ein Ehepaar hatte wohl nie die Absicht, Miete zu zahlen - zu diesem Schluss kam das Amtsgericht Burgdorf.

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. Im Vertrauen darauf, dass das Ehepaar seine Miete pünktlich zu zahlen imstande sein würde, schloss ein 60 Jahre alter Vermieter einer Fünfzimmerwohnung an der Straße Vor dem Celler Tor im Januar 2014 mit den beiden Angeklagten einen Mietvertrag ab. Das Paar zog alsdann im Februar mit drei Kindern ein, blieb aber schon im ersten Monat die Miete schuldig, stotterte alsdann eine Monatsmiete in Raten ab und stellte danach seine Zahlungen ein.

Etwas mehr als 700 Euro Miete hätten die Eheleute im Monat zahlen sollen. 5600 Euro Miete waren offen, als die Angeklagten im Sommer schon wieder aus- und nach Uetze verzogen. Dem Vermieter tischten sie unterschiedliche Gründe auf, warum das Geld nicht floss. Mal sei die Miete auf ein falsches Konto überwiesen worden. Ein anderes Mal habe die Frau für die Kinder von ihrem Expartner keinen Unterhalt erhalten.

Als Faktum stellte sich im Prozess heraus, dass der Ehemann zum Zeitpunkt des Einzugs seinen Job verloren, dem Vermieter aber hoch und heilig versichert hatte, dass die Familie über ausreichend hohe Einkünfte verfügt. 2200 Euro wollten die Eheleute damals zur Verfügung gehabt haben im Monat - Kindergeld, Unterhaltszahlungen und Krankengeld für die Frau eingerechnet.

„Als Sie einzogen, sah es bei Ihnen beruflich schon mehr als problematisch aus“, hielt die Richterin dem einschlägig vorbestraften Familienvater vor. Da liege es nahe anzunehmen, dass nie die Absicht bestand, die Miete zu bezahlen. Das aber sei Betrug.

Dem Ehemann brummte die Richterin eine Geldstrafe von 1500 Euro auf, seiner Frau als Ersttäterin 400 Euro - zahlbar in Raten.

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