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Stadt macht ihr Glück mit Automaten

Burgdorf Stadt macht ihr Glück mit Automaten

Das Glücksspiel spielt der hoch verschuldeten Stadt in die Hände. Weil die Umsätze an den Automaten seit Jahren steigen, nimmt die Stadt stetig mehr Vergnügungssteuer ein. Im vergangenen Jahr waren es 395 000 Euro. Zum 1. Juli will Burgdorf den Steuersatz auf 15 Prozent erhöhen.

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An jedem Euro, den ein Spieler in einer Spielhalle lässt, verdient die Stadt mit.

Quelle: Johanna Stein

Burgdorf. In Burgdorf betreiben nach Darstellung der Stadtkämmerei fünf Unternehmen sieben Spielhallen mit 71 Gewinnspielautomaten. Zudem gebe es 20 Gaststätten und Restaurants mit noch einmal 46 Geräten. Weil die Menschen, die an den 117 Automaten in der Stadt ihr Glück versuchen, meistens doch nur Pech haben, verdienen vor allem die Betreiber – und die Stadt kräftig mit.

Sie erhält in Form der Vergnügungssteuer, die sie erhebt, zurzeit 14 Prozent vom Einspielergebnis. Das waren laut Stadtkämmerer Lutz Philipps vergangenes Jahr 395 000 Euro. Damit haben mehr als 2,8 Millionen Euro in den Kassen der Automatenbetreiber geklingelt. Umgerechnet auf die Zahl der 117 Geräte spielte somit jeder Automat durchschnittlich 24 114 Euro im Jahr ein.

Das Glücksspiel soll sich in Kürze noch mehr lohnen für die Stadt. Ab 1. Juli will der Rat die Vergnügungssteuer auf 15 Prozentpunkte des Einspielergebnisses erhöhen. Die Stadt hofft auf Mehreinnahmen von 14 000 Euro für 2016 und 28 000 Euro für die Folgejahre.

Andere Städte sind gieriger. Laut Lars Hammermeister, dem Leiter der Steuerabteilung, haben andere Kommunen in Niedersachsen den Steuersatz auf bis zu 20 Prozent hochgeschraubt. Gegen die angeblich „erdrosselnde Wirkung“ seien Klagen der Spielhallenbetreiber anhängig. Deren Ausgang wolle man abwarten, bevor das der Stadt auferlegte Haushaltssicherungskonzept zum Tragen kommen könne. Denn das sieht auch für Burgdorf 20 Prozent Vergnügungssteuer vor.

Wo gespielt wird, ist die Sucht nicht weit, so die Drogenberatungsstelle (Drobs) Hannover, die von 77 000 suchtgefährdeten und süchtigen Spielern im Land spricht. Natalia Schnurka von der Glücksspiel-Beratungsstelle der Drobs verzeichnete vergangenes Jahr 134 Kontaktaufnahmen.

Die Glücksspiel-Beratungsstelle der Drobs ist erreichbar unter Telefon (0511) 7001460 und per E-Mail an natalia.schnurka@step-hannover.de.

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