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Barmer GEK gibt zwei Filialen auf

Burgdorf/Lehrte Barmer GEK gibt zwei Filialen auf

Ihre Krankenkasse Barmer GEK suchen die Versicherten künftig vergeblich in Burgdorf und Lehrte: Das Unternehmen gibt die Geschäftsstellen auf und zieht die Mitarbeiter in Hannover zusammen. Diese Entscheidung begründet ein Sprecher mit den in einer repräsentativen Befragung ermittelten Kündenwünschen.

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Nur noch bis Ende Juni öffnet die Barmer GEK ihre Geschäftsstelle an der Marktstraße, dann müssen die Burgdorfer nach Hannover fahren.

Quelle: Bismark

Burgdorf/Lehrte. Seit 1. April finden die Versicherten am Geschäftshaus ab der Burgdorfer Straße 10a in Lehrte nur noch ein Plakat der Krankenversicherung. "Ab dem 1.4.2016 am neuen Ort für sie da" steht dort mit Verweis auf die Büros in der Vahrenwalder Straße in Hannover und Am Markt in Peine. "Das haben schon einige Kundinnen sehr bedauert", sagt eine Verkäuferin in der benachbarten Parfümerie. Sie ist selbst Barmer-GEK-Kundin und daher etwas enttäuscht: "Wer will schon nach Hannover oder Peine fahren?"

Genau das aber sieht der Restrukturierungsplan bei der Barmer vor, wie deren Sprecher Leif Meinel sagt. Seinen Angaben zufolge hatte die Krankenkasse im April bei einer repräsentativen Umfrage unter den Versicherten erfasst, wie sie sich die Krankenkasse der Zukunft vorstellen. "Mehr als 75 Prozent gab damals an, dass sie die neue Technik der Befragung über Telefon oder Chat nutzen und dass sich die Krankenkasse daran ausrichten soll", sagt Meinel und fügt hinzu, diese Antworten hätten auch Menschen jenseits der 60 Jahre gegeben. Deshalb habe die Barmer GEK die Entscheidung getroffen, diesen Bereich rund um Kunden-Chats und Online-Geschäftsstellen auszubauen. Das aber funktioniere nur, wenn die personellen Ressourcen anders verteilt würden. Bundesweit lege die Kasse nun die Geschäftsstellen zusammen, was für Kommunen wie Burgdorf und Lehrte einer Schließung gleichkommt.

"Für diese Städte gilt die Vorgabe, dass die Kunden innerhalb von maximal 20 Minuten zur nächsten Geschäftsstelle gelangen", sagt Meinel. Für Lehrte kämen Peine und Hannover, für Burgdorf nur Hannover in Frage. Das wiederum passt nur dann, wenn die Versicherten entweder mit dem Auto fahren - und auf der Autobahn 2 kein Stau ist - oder die Geschäftsstellen zentral rund um den Hauptbahnhof öffnen. Noch aber müssen die Versicherten mit der Stadtbahn in Richtung Norden fahren. "Die endgültigen Standorte sind noch nicht festgelegt", sagt Meinel und weist zugleich auf die verlängerten Öffnungszeiten hin. Diese seien ein Gewinn für die Versicherten.

Ab 1. Juli müssen die Burgdorfer Barmer-Kunden dann in die Landeshauptstadt fahren, wenn sie beispielsweise Fragen zur Gesundheitsvorsorge oder Abrechnungen haben. Mit etwas Glück finden sie zumindest die vertrauten drei Mitarbeiter wieder, die bislang an der Marktstraße arbeiten. Sie ziehen - wie bereits ihre Kollegen aus Lehrte - an die Vahrenwalder Straße.

Von Antje Bismark und Sandra Köhler

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