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Schulentwicklung: Stadt schreibt Stelle aus

Burgdorf Schulentwicklung: Stadt schreibt Stelle aus

Die Stadt soll so schnell wie möglich die Stelle für einen neuen Mitarbeiter ausschreiben. Der soll sich dann ausschließlich mit dem Erstellen eines Schulentwicklungsplans für Burgdorf beschäftigen. Dies hat der Schulausschuss des Rats jetzt einstimmig empfohlen.

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Der Schulausschuss des Rates besichtigt die Otzer Grundschule, die über Raummangel klagt.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Das letzte Wort hat freilich der Verwaltungsausschuss. Dieser tagt am Dienstag, 4. April, nicht öffentlich. Gibt das Gremium grünes Licht, kann die Stadtverwaltung die Stelle umgehend ausschreiben. "Das ist eine interessante Stelle. Ich glaube an eine gute Bewerberlage", äußerte sich der für Schulangelegenheiten zuständige Stadtrat Michael Kugel optimistisch.

Dass auch Burgdorf einen Schulentwicklungsplan, wie ihn andere Kommunen haben, bekommt, steht seit einem Jahr fest. Im Mai 2016 hatten Elternvertreter aller Schulen den Rat so unter Druck gesetzt, dass dieser einer Schulentwicklungsplanung zustimmte und schließlich auch das Geld für eine neue Stelle im Haushaltsplan bereitstellte. Ausgerechnet die CDU-FDP-Gruppe im Rat, die stets eine professionellere Schulplanung eingefordert hatte, trat dann aber Mitte März im Verwaltungsausschuss auf die Bremse. Erst müsse sich noch einmal der Schulausschuss mit der Sache befassen, lautet das Argument.

Dort versuchte CDU-Fraktionschef Mirco Zschoch jetzt den Eindruck zu zerstreuen, die CDU wolle die Sache nun verzögern. Das Gegenteil sei der Fall. Weil man befürchte, dass die neue Stelle gar nicht so schnell besetzt werden kann, sollten fällige Vorarbeiten wie die Analyse der von der Schulabteilung schon vor einem Jahr vorgelegten Daten zur Entwicklung der Schülerzahlen zunächst an einen externen Dienstleister vergeben werden. Dann könne man die Stellenbesetzung in Ruhe abwarten, der ausgewählte Bewerber schließlich könne auf der Vorarbeit aufbauen, die Stadt gewänne somit sogar Zeit.

Das wiederum schmeckte der Ratsgruppe SPD/Grüne/WGS nicht, die darauf drängte, die Stelle sofort auszuschreiben und zu besetzen sowie alle Arbeiten verwaltungsintern erledigen zu lassen. Schulabteilungsleiter Henry Barm argumentierte, ein externer Dienstleiter werde die Zuarbeit der Verwaltung benötigen. Diese Zuarbeit könne allenfalls er selbst leisten. Dann aber blieben andere wichtige Aufgaben liegen. Er schlug schließlich vor, den Controller der Stadt mit den Analyse-Aufgaben zu betrauen.

Als dann auch noch Elternvertreterin Karolin Thieleking zur Eile mahnte und einen möglichst bald beginnenden Planungsprozess im Dialog von Stadtverwaltung mit Schulen, Eltern, Lehrern und Politik einforderte, lenkte die CDU/FDP-Gruppe ein. Der Ausschuss beschloss daraufhin einstimmig die Stellenausschreibung und den Einsatz des Controllers.

Der zu entwickelnde Schulentwicklungsplan soll Aussagen treffen unter anderem zum Raumbedarf und zu Raumgrößen an allen Schulstandorten, die jeweilige Ausstattungsqualität festlegen, eine Abstimmung mit den Nachbarkommunen beinhalten und schließlich in einem Burgdorfer Schul-Standard münden. Das detaillierte Anforderungsprofil wollen die Ratsfraktionen am kommenden Dienstag im Verwaltungsausschuss verabreden.

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