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Flüchtlingsheim: Region darf weiterhin bauen

Burgdorf Flüchtlingsheim: Region darf weiterhin bauen

Mit einem Eilantrag gegen den Weiterbau der mobilen Flüchtlingsunterkunft ist am Donnerstag ein Anwohner des Sorgenser Grundwegs vor dem Verwaltungsgericht Hannover gescheitert.

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Die Region darf die mobile Unterkunft für Flüchtlinge weiter am Sorgenser Grundweg bauen.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Der Anlieger hatte sich mit einem Klage- und Eilantrag gegen das Vorhaben der Region Hannover gewehrt, eine bis 2019 befristete Wohnanlage für Geflüchtete im Auftrag der Stadt Burgdorf zu errichten. Diesen Eilantrag hat nach Aussage von Burkhard Lange, stellvertretender Pressesprecher des Verwaltungsgerichts, die 4. Kammer seiner Behörde abgelehnt.

Ihre Entscheidung begründet die Kammer unter anderem mit der fehlenden Eilbedürftigkeit und auch damit, dass die erwartete Lärmimmissionen zu keiner Gesundheitsgefährdung führen. Außerdem habe der Antragsteller unter Verweis auf die sexuellen Übergriffe während der Silvesternacht in Köln geltend gemacht, dass er Angst um seine 16-jährige Tochter habe. „Die offenbar mit diesem Einwand verbundene Annahme des Antragstellers, Flüchtlinge neigten in einem höheren Maß als andere Anwohner zur Begehung solcher Straftaten, teilte die Kammer nicht“, erklärte Lange. Abgelehnt hätten seine Kollegen auch das Argument, die Kanalisation sei mit dem Neubau überlastet.

„Gegen die Entscheidung kann der Anlieger eine Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg einlegen“, sagte Lange und fügte hinzu, mit dem Beschluss könne die Region nun weiterbauen. Deren Sprecherin Sonja Wendt erklärte: „Die Entscheidung des Gerichts bestätigt die Rechtsauffassung der Region.“ Die Behörde gehe deshalb davon aus, wie geplant bauen und die Unterkunft in Betrieb nehmen zu können. Das soll ab dem Spätherbst geschehen.

Für den Bau benötigen Stadt und Region keine Baugenehmigung. Gleichwohl hatte die Verwaltung im Mai erklärt, dass sie eine sinnvolle Nachnutzung des Areals möglicherweise abstecken wolle – unter anderem mit einer Erweiterung und Änderung des Bebauungsplans „Ortsfeuerwehr Burgdorf“. Konkrete Pläne, wie die Fläche nach dem Abriss der Modulbauten genutzt werden kann, gibt es noch nicht. Allerdings denkt die Stadt primär an eine gewerbliche Nachnutzung.

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