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Vom Kinderzimmer auf den Flohmarkt

Burgdorf Vom Kinderzimmer auf den Flohmarkt

Bunte Spielsachen, Puppen und Miniatur-Ritterburgen stehen auf den Tischen am Spittaplatz. Zum 24. Kinderflohmarkt der Stadtjugendpflege Burgdorf und des VVV-JuniorClub haben sich Kinder mit ihren ehemaligen Lieblingsspielzeugen in der Altstadt aufgestellt.

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Stolzer Kauf: Joshua (12) hat ein Playmobil-Piratenschiff auf dem Flohmarkt gefunden.

Quelle: Tomma Petersen

Burgdorf. Es ist noch früh morgens, als sich die ersten Kinder in Begleitung ihrer Eltern auf dem Spittaplatz vorbereiten. Auf den Tapeziertischen stehen rosa Prinzessinnenschlösser, Bücher und zahlreiche Playmobil-Figuren. Schnell kommen auch die ersten Schnäppchenjäger und stöbern durch die Schatzkisten der Stände. Wie weit würde man hier mit zehn Euro eigentlich kommen?

Die neunjährige Viktoria verkauft gleich mehrere Kuscheltiere. "Ich spiele nicht mehr mit ihnen, deshalb habe ich sie mitgebracht", sagt Viktoria. Auch Bücher hat sie haufenweise dabei. "Für drei Euro verkaufe ich die dicken Bücher", erzählt sie. Viktorias Taktik: Hoch einsteigen und sich dann ein wenig herunter handeln lassen. Schweren Herzens hat sie auch eine kleine Plüschgiraffe mitgebracht. "Mit ihr habe ich am liebsten gespielt, aber für zwei Euro würde ich sie verkaufen", sagt die Neunjährige und muss lachen. 

Am Stand von Jonas suchen mehrere Kunden durch die Boxen mit Legosteinen und Playmobil-Figuren. "Ich habe schon richtig viel Geld verdient - etwa 200 Euro in drei Stunden", sagt der 15-Jährige. Mit seinen alten Modellen hat er den Geschmack der meisten Flohmarktbesucher getroffen. "Der Preis für eine Figur startet bei 70 Cent", sagt Jonas. Nur das Wetter wirke sich schlecht auf das Geschäft aus. "Bei Regen kommt eben keiner mehr", sagt er. 

Mit einem Regenschirm schützt Sabine ihre Puppen vor den Schauern. "Für eine der Monster-High Puppen hätte ich gerne fünf Euro. Bei einer ist noch ein Moped dabei - die verkaufe ich natürlich teurer", erklärt die Elfjährige, die vor zwei Jahren noch mit den gruseligen Puppen gespielt hat. 

Die hochpreisigen Spielsachen des Kinderflohmarktes sind leicht gefunden. Genau zehn Euro möchte Justus für sein Lego-Brettspiel haben. "Das macht richtig Spaß, das haben wir in der Familie oft gespielt", erinnert sich der Zehnjährige. Zehn Euro wollte der ehemalige Besitzer eigentlich auch für das Piratenschiff haben, das Joshua (12) nun stolz in den Händen trägt. "Ich habe aber noch gehandelt", verrät er. Genau so ein Piratenschiff habe er besitzen wollen - und es dann auf dem Flohmarkt am Spittaplatz gefunden. "Da habe ich richtig Glück gehabt", findet Joshua. 

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Von Tomma Petersen

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