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WGS will Bypass für die Südstadt

Burgdorf WGS will Bypass für die Südstadt

Damit es an der Kreuzung Berliner Ring/Immenser Straße nicht zum Verkehrsinfarkt kommt, fordert die WGS einen Kreisel und zudem einen Bypass über die Scharlemannstraße an die Steinwedeler Straße.

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Die Stadt will die Kreuzung Immenser Landstraße/Ostlandring/Berliner Ring umbauen, damit der Verkehr dort auch in Zukunft rollt.

Quelle: Schilke

Burgdorf.  Weil an der Kreuzung Ostlandring/Immenser Straße/Berliner Ring zumindest zu bestimmten Tageszeiten der Verkehrsinfarkt droht, will die Stadt den Verkehrsknotenpunkt umbauen lassen. Beauftragte Verkehrsgutachter schlagen Linksabbiegespuren als Königsweg vor. Damit hadern die Verkehrspolitiker des Rates jedoch. Die WGS fordert jetzt den Bau eines Kreisels und zugleich einen Bypass für die Südstadt, der für Entlastung an der Kreuzung sorgen soll. Dazu müsste die Stadt die Scharlemannstraße an die Steinwedeler Straße anschließen. Der Verkehrsaussschuss des Rates wird über einen entsprechenden WGS-Antrag am Donnerstag, 16. November, öffentlich beraten. 

Die Verkehrsüberlastung in der Südstadt beschäftigt die Ratsgremien bereits sein mehr als einem Jahr. Von zwei Gutachterbüros hat die zuständige Tiefbauabteilung im Rathaus den Verkehr in dem Bereich untersuchen lassen und sich Lösungsvorschläge eingeholt. Dabei zeigten sich die Fachleute einig: Nicht etwa ein Kreisel, sondern vielmehr der Einbau von Linksabbiegespuren seien dazu angetan, auch in Stoßzeiten für ausreichend Verkehrsfluss zu sorgen. Ein Kreisel könne dies nicht leisten, sondern produziere angesichts der Menge an Fahrzeugen allenfalls Staus.

Allein, weder die Tiefbauabteilung der Stadt noch die Kommunalpolitiker mochten sich mit der Expertise der Fachleute anfreunden und schoben das leidige Thema auf die lange Bank. Inzwischen hat der Verkehr auf der Kreuzung weiter zugenommen, weil die Schülerzahl der BBS am Berliner Ring seit dem Sommer um 600 angewachsen ist. Die WGS-Ratsfraktion wagt deshalb einen neuen Vorstoß. „Zweifel an den Erfahrungen der Fachleute“ seien dabei die Triebfeder des Antrags, gibt Fraktionsvorsitzender Kurt-Ulrich Schulz unumwunden zu.

Der WGS will laut Schulz nicht einleuchten, warum die Kreuzung mit hohem Aufwand auf eine Leistungsfähigkeit getrimmt werden soll, die sie nur zu den Stoßzeiten des Schülerverkehrs brauche: eine Stunde am Tag an maximal 200 Tagen im Jahr. Denn Überlastungen träten nur während der Schulzeit morgens mit Beginn des Unterrichts der Schulen am Berliner Ring und in der Mittagszeit auf.

Zudem verweist die WGS auf die Vorteile eines Kreisverkehrs, der mehr Verkehrssicherheit böte, eine höhere Durchlassgeschwindigkeit gewährleiste, damit keine Stopps und Anfahrten an der Kreuzungsampel provoziere und somit Luft- und Lärmbelastungen reduziere. Ein Kreisel mache zudem die Steuerungstechnik einer Ampel überflüssig, was Wartungskosten sparen helfe. Ohnedies sei an der Kreuzung eine Entlastung zu erwarten, wenn nach dem Neubau der Gudrun-Pausewang-Grundschule an der Ecke Wagner-Straße/Ratskamp diese vom Rubensplatz her erschlossen werde. Weitere Entlastung verspricht sich die WGS von der Anbindung der Scharlemannstraße an die Steinwedeler Straße. Die WGS wünscht sich, dass die Stadt Kontakt aufnimmt mit der Region Hannover, die Baulastträger der Steinwedeler Straße ist.

Der Verkehrsaussschuss des Rates tagt am Donnerstag im Sitzungszimmer des Rathauses II. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr.

Von Joachim Dege

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