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CDU schockiert mit Wahlkampf-Flyer

Burgdorf CDU schockiert mit Wahlkampf-Flyer

Mit einer umstrittenen Kampagne hat Burgdorfs CDU-Stadtverband den Kommunalwahlkampf eröffnet. Die Titelseite eines Flyers zur Schulpolitik weckt die Assoziation zum Terroranschlag auf das World Trade Center in New York, bei dem am 11. September 2001 fast 3000 Menschen den Tod fanden.

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Die umstrittene Titelseite eines Flyers der CDU zur Schulpolitik in Burgdorf weckt bei vielen Betrachtern die Assoziation zu den Terroranschlägen 9/11 in New York.

Quelle: R. u. P Zeitungsverlag/ Repro: HAZ

Burgdorf. Das Bild, das laut Parteivize Armin Pollehn der R. und P. Zeitungsverlag des ehemaligen und in den eigenen Reihen zeitweise in Ungnade gefallenen CDU-Ratsherrn Paul Rohde beisteuerte, zeigt ein Bild der Zerstörung. Das Foto entstand während des Abrisses des C-Trakts des Gymnasiums. Darüber prangt als Überschrift das Datum „11.09“ – ohne Hinweis auf das Thema Schule, Burgdorf, die CDU oder die Kommunalwahl im Herbst.
Die Reaktionen auf den Flyer, der als Postwurfsendung an alle Haushalte in Burgdorf geht und am Donnerstag noch nicht überall verteilt war, sind überwiegend negativ, wie CDU-Fraktionschef Mirco Zschoch einräumt. In einer Facebook-Nachricht an die CDU weist ein Empfänger des Flyers darauf hin, dass „Bilder von Bauabrissstellen im Zusammenhang mit dem Datum schon belegt“ seien. Eine andere schreibt: „Ganz ehrlich, ich finde das ziemlich geschmacklos – und da bin ich nicht die Einzige!“

Der politische Mitbewerber von der SPD spricht genüsslich von einem „Fehlstart in den Wahlkampf“ und einem „Schuss, der nach hinten losgegangen sei“, wie es Fraktionsvorsitzender Gerald Hinz formuliert: „Das ist eine Geschmacklosigkeit gegenüber den Opfern von New York.“

Der von der CDU zu Rate gezogene Wahlkampfmanager Gerhardt Schmidt soll von der Gestaltung abgeraten haben. Er war gestern nicht zu erreichen. Gewarnt hatten auch Mitglieder von Stadtverbandsvorstand und Ratsfraktion, die namentlich nicht genannt werden wollen. Unter ihnen soll nach Information dieser Zeitung auch Zschoch gewesen sein, der seine Parteifreunde gestern zur Geschlossenheit aufrief und bat, den Flyer nach außen als gemeinsames Produkt zu vertreten, während der CDU-Kreisvorsitzende Hendrik Hoppenstedt (MdB) die Titelseite nicht mit den Terroranschlägen vom 11. September in Verbindung bringen will.

Der Parteivorstand schlug alle Bedenken in den Wind. Pollehn, der mit Rohde und anderen den Flyer erarbeitete und nach Angaben von Teilnehmern der Vorstandssitzung nicht beiwohnte, zeichnete auf Nachfrage dieses Bild: „Es haben alle genickt.“

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