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Warnstreik trifft die Kita-Kinder

Burgdorf Warnstreik trifft die Kita-Kinder

Auf eine eingeschränkte Betreuung in den kommunalen Kitas müssen sich Eltern am Dienstag einstellen: Vor allem Erzieher wollen dem Streikaufruf der Gewerkschaften folgen.

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Der Warnstreik am kommenden Dienstag trifft vor allem Eltern von Kita-Kindern.

Quelle: Julian Stratenschulte

Burgdorf/Uetze. „Wir hoffen, dass wir in allen Kitas eine Betreuung anbieten können“, sagt Uetzes Gemeindesprecher Andreas Fitz, denn: „Notgruppen in den Kitas sind mit Verdi nicht vereinbart worden.“ Seinen Angaben zufolge hat die Verwaltung alle Eltern informiert. Ob und wie viele Mitarbeiter sich aus den anderen Bereichen der Verwaltung am Streik beteiligen werden, vermag Fitz nicht zu sagen: „Die Streikbereitschaft außerhalb der Kitas ist erfahrungsgemäß nicht sehr hoch.“

„Die Rückmeldungen lassen vermuten, dass mehrere Kitas komplett geschlossen bleiben“, sagt Lehrtes Stadtsprecher Fabian Nolting. Die Stadt werde Notgruppen einrichten – wie viele und an welchen Standorten, stehe nicht fest. Deshalb sollten Eltern eine alternative Betreuung suchen, empfiehlt die Stadt.

Auch Sehnde rechnet mit einer hohen Streikbereitschaft der Erzieher. Eine Notbetreuung gibt es in der Kita Ilten, Berliner Straße und Ladeholz. „Die Vergabe der Plätze ist abgeschlossen, alle Anfragen konnten bedient werden“, sagt Sprecherin Ines Raulf. Eine komplette Abfrage, welche Mitarbeiter streiken werden, führe Sehnde nicht durch, sagt Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke.

Von einem eingeschränkten Betrieb in nahezu allen städtischen Kitas geht auch Marius Franke, Sprecher der Stadt Burgdorf, aus, weil sich die Beschäftigten der Einrichtungen dem Warnstreik anschließen werden. Gestern hat Franke das Konzept vorgestellt.

Kita Südstern: Die Beschäftigten beteiligen sich geschlossen am Streik, deshalb bleibt die Kita geschlossen.

Schillerslage/Sorgensen: Die Notbetreuung für beide Kitas wird aus organisatorischen Gründen in Schillerslage angeboten. Eine Erzieherin aus Sorgensen kommt als Bezugsperson nach Schillerslage.

Gartenstraße, Freibad, Otze, Ramlingen-Ehlershausen und Weststadt: In allen Einrichtungen stehen Notbetreuungsplätze zur Verfügung. Die vom Streik betroffenen Eltern wurden sowohl über Aushänge in den jeweiligen Kitas als auch über die Fachabteilung im Rathaus über den bevorstehenden Streik und die Auswirkungen informiert. Über die Vergabe der begrenzten Plätze in der Notbetreuung entscheiden nach Aussage Frankes die Kita-Leitungen. „Alle vom Streik betroffenen Eltern wurden gebeten, die Betreuung ihrer Kinder, wenn möglich, selbst sicherzustellen“, sagt Franke.

Seinen Angaben zufolge müsste die Stadt Burgdorf mit gut einer Million Euro zusätzlichen Personalkosten rechnen, sollte die Gewerkschaft ihre Forderung nach 6 Prozent mehr Gehalt durchsetzen. In Uetze wären es 630 000 Euro, in Sehnde etwa 700 000 Euro und in Lehrte rund 1,1 Million Euro.

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