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Was das Land für Burgwedel tun kann

Burgwedel Was das Land für Burgwedel tun kann

Ob wegen der Probleme mit dem Erziehermangel oder bei der Zukunftssicherung fürs Krankenhaus: Burgwedel ist auf die Unterstützung der künftigen Landesregierung angewiesen, meint - unterm Strich - HAZ-Redakteur Martin Lauber.

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Sichert die nächste Landesregierung die Finanzierung eines Krankenhaus-Neubaus in Großburgwedel?

Quelle: Archiv

Burgwedel. Ausgerechnet Burgwedel. Selbst die Vorzeigekommune in puncto Kinderbetreuung, Primus bei der Erfüllung gesetzlicher Betreuungsquoten, muss mittlerweile in ihren Kindergärten Kinder wegen fehlenden Personals früher nach Hause schicken. Was tun gegen den Fachkräftemangel?

In vielen niedersächsischen Städten steht eine Reform der Erzieherausbildung auf der Wunschliste an die neue Landesregierung ziemlich weit oben. Auch im Burgwedeler Rathaus würde man sich den Kita-Fachkräftenachwuchs – wie bei den Verwaltungsangestellten – am liebsten in einer dualen Ausbildung in eigener Regie heranziehen, um ihn dann auch bei der Stange zu halten.Erzieher-Azubis bekämen, statt Geld mitzubringen, vom ersten Tag an Gehalt. Den Mangelberuf würde das deutlich attraktiver machen.

Die Frage der Finanzierung wäre bei einer solchen Lösung des Erzieherproblems eher zweitrangig. Angesichts des ohnehin enorm hohen kommunalen Kita-Zuschussbedarfs würden sich mögliche Mehrkosten bescheiden ausnehmen – allemal im Verhältnis zu den Kosten der Einführung beitragsfreier Kitas. Sollten derartige Wahlversprechen in der nächsten Legislaturperiode tatsächlich erfüllt werden, ist es nicht zuviel verlangt, dass dann das Land auch die ausfallenden Einnahmen eins zu eins erstattet. Alles andere wäre unfair – gerade gegenüber Kommunen wie Burgwedel, die den Betreuungsbedarf übers gesetzliche Muss hinaus abdecken und sonst besonders hart betroffen wären.

Mögen frühkindliche Betreuung und Bildung noch so fundamental sein, liefern muss die neue Landesregierung aus Burgwedeler Sicht vor allem bei der Sicherung des Klinikstandortes an der Fuhrberger Straße. Nachdem sich die Parteien auf regionaler Ebene einen Konsens über ein Versorgungskonzept für den Osten der Region Hannover mühsam genug abgerungen haben, sind nun die Fraktionen des nächsten Niedersächsischen Landtages gefordert, die finanziellen Mittel dafür bereitzustellen. Mit 132 Millionen Euro ist der Neubau in Großburgwedel mit den zusätzlichen Schwerpunkten Herzkatheter und Schlaganfall kalkuliert.

Die Fertigstellung soll zwar erst in die übernächste, die 19. Wahlperiode des Landtages fallen – aber schon sehr bald müssen die Weichen gestellt werden, damit die Planung beginnen kann. Das Problem: Auch andere Regionen Niedersachsens wollen Geld aus dem Landestopf für die Krankenhausfinanzierung. Da sind also die örtlichen Abgeordneten mit guten Argumenten und notfalls auch mit regionalen Allianzen über die Parteigrenzen hinweg gefordert, damit der Osten der Region in Großburgwedel ein neues zeitgemäßes Krankenhaus bekommt.                                

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