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Kostenlose Ladestation für E-Auto am Netz

Burgdorf Kostenlose Ladestation für E-Auto am Netz

Tobias Jachmann hat sich einen Wunsch erfüllt: Auf seinem Betriebsgelände an der B188 in Hülptingsen hat er am Donnerstag eine öffentliche Ladestation für Elektro-Autos in Betrieb genommen. Sie kann rund um die Uhr genutzt werden – kostenlos.

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Bei der Montage der Ladestation für Elektroautos: Elektromeister Konstantin Belling (rechts) schraubt den Sockel fest und Tobias Jachmann hängt das Schild auf.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Hülptingsen. Der Unternehmer, der selbst einen kleinen E-Flitzer fährt, will mit dieser ersten öffentlich zugänglichen Ladestation in Burgdorf ein Zeichen setzen und hofft auf viele Nachahmer. Tobias Jachmann, der an der Wollenweberstraße im Hülptingser Gewerbegebiet in Wurfweite zur B188 eine SB-Auto-Waschanlage betreibt, ist Anhänger der E-Mobilität. "Doch leider sind Ladesäulen Mangelware, besonders außerhalb der Großstädte."

Damit mehr Menschen E-Autos nutzen, müssten die Autos dort aufzuladen sein, wo man sich aufhalte, ist er überzeugt. "Das ist zu Hause, bei der Arbeit oder beim Einkaufen", zählt Jachmann auf. Warum stellen Einkaufszentren keine kostenlosen Ladestationen auf ihren Parkflächen auf?, fragt der Unternehmer aus Hänigsen. Denn ein E-Auto müsse nicht für acht Stunden an die Steckdose. Schon in einer halben Stunde könne dessen Batterie für 60 bis 70 Kilometer Fahrstrecke aufgeladen werden - zumindest an seiner neuen Station.

Die Station ist mit einen Typ2-Ladestecker ausgestattet und hat eine Ladeleistung von 22 Kilowatt. Investiert hat Jachmann mit dem Verlegen der Kabel 4000 Euro. Die Station steht direkt neben der stationären Staubsaugeranlage. "So kann man während des Saugens sein E-Auto aufladen. 15 Minuten reichen für 30 Kilometer - genug, um in der Stadt seine Einkäufen zu erledigen und wieder nach Hause zu kommen", rechnet er vor.

An der Station auf dem Gelände der Waschanlage an der Wollenweberstraße können alle E-Fahrzeuge aufgeladen werden. "Denn die Elektronik der Station stimmt sich mit dem Auto ab", erklärt Jachmann, "und liefert dann die Leistung, die die Batterie des Fahrzeugs verträgt."

Er selbst fahre fast nur noch mit seinem E-Auto, das mit seiner Batterieladung eine Reichweite von 130 Kilometern habe. Im Monat kommen 2000 Kilometer zusammen. "Deshalb ist mein Auto mit Verbrennungsmotor inzwischen zum E-Auto mutiert, weil ich dauernd die Batterie aufladen muss." Angemeldet hat Jachmann sein Auto ist Uetze. "Es war das erste mit einem E hinter den Ziffern auf dem Kennzeichen." Diese E berechtigt ihn ab Ostern zum kostenlosen Parken in der Landeshauptstadt. Neben der Steuerbefreiung soll das ein weiterer Anreiz sein, um mehr E-Autos auf die Straßen zu bringen. In den Kommunen der Region Hannover - ohne die Landeshauptstadt - sind gerade einmal 213 E-Autos angemeldet.

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Das erste Probetanken: Tobias Jachmann schließt seinen kleinen E-Flitzer an die Energiequelle an.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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