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Deponie nach Chemieunfall wieder geöffnet

Burgdorf Deponie nach Chemieunfall wieder geöffnet

Nach dem Chemieunfall am Mittwoch ist das Gelände der Mülldeponie an der Steinwedeler Straße inzwischen soweit aufgeräumt, dass Aha zumindest den Wertstoffhof wieder geöffnet hat. Der Großeinsatz der Feuerwehren endete am Mittwoch um 23.15 Uhr.

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Bis kurz vor Mitternacht hat am Mittwoch der ABC-Einsatz der Feuerwehren auf dem Deponiegelände gedauert.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. Die Chemikalie, die am Mittwochmittag vier Deponiemitarbeiter verletzte und den ABC-Einsatz auslöste, ist identifiziert. "Bei dem Stoff handelt es sich um eine Mischung aus einem Vorprodukt für Kosmetika mit Spuren von Tränengas", hat eine Sprecherin der Abfallwirtschaft Aha am Donnerstagvormittag mitgeteilt. "Der Stoff gilt als giftig, hautreizend und, wenn ausgasende Anteile eingeatmet werden, als gesundheitsschädlich."

Frei gesetzt worden war die übelriechende Chemikalie beim Schreddern von Sperrmüll. Sie löste bei den vier Mitarbeitern, die die Schreddermaschine bedienten, sofort starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel aus. Die vier wurden daraufhin zur Beobachtung ins Lehrter Krankenhaus gebracht, das sie am Mittwochabend zum Glück wieder verlassen konnten.

Wie diese Substanz, die sich vermutlich in einem Kanister befand, in den Sperrmüll geraten konnten, ist noch nicht geklärt. Sicher ist nur, dass aus der Schreddermaschine keinerlei Betriebsstoff ausgelaufen war. Zunächst war vermutet worden, dass sich Maschinenöl mit der unbekannten Flüssigkeit vermengt hatte. Denn die ölige, bräunliche Substanz hatte sich unter der Schredderanlage gesammelt. "Die Maschine ist aber tiptop in Ordnung", berichtet Burgdorfs Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Florian Bethmann.

130 Helfer von acht Feuerwehren, DRK und THW waren laut Bethmann von Mittwochmittag bis 23.15 Uhr auf der Deponie im Einsatz. In speziellen Schutzanzügen hatten Einsatzkräfte des ABC-Zugs Burgdorf zunächst die Sortierhalle erkundet, Proben von der Flüssigkeit genommen und diese analysieren lassen. Schließlich konnten Feuerwehrleute im Schutzanzug die mit Bindemittel abgestreute Chemikalie in einem Edelstahlbehälter schaufeln. Dieser soll laut aha noch am Donnerstag direkt zu einer Verbrennungsanlage gebracht werden.

Während der Wertstoffhof bereits seit Donnerstagvormittag wieder für private Kunden geöffnet ist, kann die Deponie selbst nur eingeschränkt genutzt werden. Die Sortierhalle bleibt weiterhin geschlossen. Denn zunächst wird der noch in der Halle lagernde ungeschredderte Sperrmüll in die Verbrennungsanlage in Hannover-Lahe gebracht. Erst wenn alles abtransportiert und die Halle gründlich gesäubert sei, werde die Deponie auch für Gewerbetreibende wieder uneingeschränkt geöffnet sein, so Aha.

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