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Wie wollen Sie stationären Handel sichern?

Der Kandidaten-Check Wie wollen Sie stationären Handel sichern?

Welche Position bezieht welche Partei oder Wählergemeinschaft zu Themen, die die Stadt bewegen? Der Anzeiger fragt nach: „Der Internethandel läuft dem stationären Einzelhandel den Rang ab. Leerstände sind die Folge. Welche Konversionsstrategie verfolgen Sie für die Einkaufsstadt Burgdorf?“

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Welches Konzept haben die Parteien gegen den Leerstand in der Marktstraße? Der Anzeiger fragt nach.

Quelle: Archiv/Heinze

Michael Rheinhardt, SPD: Derzeit hat der Internethandel einen Anteil von 10 Prozent am Gesamteinzelhandelsumsatz. Die Innenstadt muss weiterhin attraktiv für BürgerInnen sein. Das ist eine wichtige Aufgabe für Geschäfts- und Hauseigentümer. Wir werden darauf achten, dass die Stadt auf der Grundlage des Einzelhandelskonzeptes die Rahmenbedingungen gestaltet. 

Robert Apel, CDU: Stadt und Vermieter müssen für einen guten Branchenmix sorgen! Wichtigstes Kriterium für den stationären Handel ist Erreichbarkeit! Die CDU fordert daher mehr kostenlose Parkplätze und eine bessere Ausschilderung der Parkplatzreserven. Rot/Grün hat die Innenstadt „zu Tode“ beruhigt. C&A ist auch aufgrund mangelnder Erreichbarkeit und einer unbefriedigenden Parkplatzsituation nicht zu halten gewesen.

Detlef Knauer, Grüne: Onlineshopping und reale Einkaufserlebnisse können sich sinnvoll ergänzen, aber nur dann, wenn Einzelhandel und Dienstleister vor Ort auch einen attraktiven und lebendigen Internetauftritt haben. Durch die Bereitstellung kostenloser W-LAN Hotspots kann Burgdorf sein Profil als attraktives und modernes Mittelzentrum und seine Stellung innerhalb der Umlandkommunen selbstbewusst stärken. 

Wolfgang Obst, WGS: Unsere Innenstadt braucht eine hohe Aufenthaltsqualität. Dafür sind kostenlose Kurzzeitparkplätze, Ruheinseln, eine Verringerung des Durchgangsverkehrs, eine Mischung von Einzelhandel, Gastronomie und Kulturangeboten erforderlich. Der stationäre Einzelhandel ist gefordert, durch qualifizierte Mitarbeiter und veränderten Service Kundenbindungen und Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Stärkere Zusammenarbeit mit dem SMB und AKEB ist notwendig.

Dirk Schwerdtfeger, FDP: In Innenstädten werden nur Geschäfte überleben, die auch den Sprung ins Internet geschafft haben. Ideen von Geschäftsleuten/Gastronomen erfordern ein lösungsorientiertes Denken der Verwaltung, dazu gehört eine optimierte Verkehrsführung und ausreichender, kostenfreier Parkraum. Kleinere Läden mit individueller Beratung/Service und gemeinsame Öffnungszeiten führen zu einer intensiveren Bindung an die Einkaufsstadt.

Michael Fleischmann, Linke: Diese Aufgabe kann die Stadt nicht allein bewältigen, auch die Bundes- und Landespolitik sind gefordert. Trotzdem kann die Stadt etwas tun. Sie kann die Aufenthaltsqualität in unserer Altstadt verbessern, damit Einkaufen Spaß macht, zum Erlebnis wird. Die Stadt kann leere Gebäude erwerben und preiswert kleinen und mittelständischen Firmen sowie gratis sozialen und gesellschaftlichen Initiativen zur Verfügung stellen. 

Jens Braun, AfD: Schaffung einer Fußgängerzone (Marktstraße) mit möglichst wenig weiteren Kosten. Der Handel sollte nicht subventioniert werden. Hier sind Ideen von Unternehmen als Basis für eine Wiederbelebung notwendig bei der der VVV unterstützen muss. Letztlich können nur die Bürger mit ihrem Einkauf über die Lebensfähigkeit entscheiden.

Von der Redaktion

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