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Leere Schaufenster in Burgdorfs Innenstadt

Burgdorf Leere Schaufenster in Burgdorfs Innenstadt

Mit C & A hat am Sonnabend in Burgdorf ein Geschäft geschlossen, das als großer Kundenmagnet galt. Damit steht an der Poststraße ein weiterer Laden leer. Auch an der Braunschweiger Straße, der westlichen Hannoverschen Neustadt und an der Marktstraße gibt es etliche leere Schaufenster.

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Vor Monaten ist der Modemarkt Cecil aus diesem Geschäft an der Poststraße ausgezogen. Seitdem steht es leer.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. Die Poststraße entwickelt sich zunehmend zum Sorgenkind. Bereits vor Monaten ist der Modefilialist Cecil ausgezogen, seitdem stehen die Räume leer. Das Restaurant gleich nebenan ist seit mehr als einem Jahr geschlossen. Gegenüber hat ein Geschäft für hochwertiges Kochgeschirr schon nach wenigen Monaten die Segel gestrichen.

An der Marktstraße, der Top-Adresse Burgdorfs, steht das halbe Erdgeschoss eines Fachwerkhauses leer – direkt neben „Sammelsurium“. Plakate mit dem Hinweis „Räumungsverkauf“ hängen in den Schaufenstern der beiden Läden zwischen Hähnchenbar und Trend Design. 2017 verlässt die Deutsche Bank Burgdorf – noch ein Leerstand an der Marktstraße.

Auch in der Hannoverschen Neustadt, neben der Marktstraße die wichtigste Einkaufsadresse Burgdorfs, sind etliche Geschäftsräume nicht vermietet. Das ehemalige Chinarestaurant steht schon lange leer, das Ladengeschäft im Haus Nummer 52 ebenfalls. Und im Laden gegenüber neben dem Reformhaus hängt das Schild „zu vermieten“ im Schaufenster.

„Wir können uns nur bedingt vom generellen Trend in den Städten abkoppeln“, sagt Burgdorfs Wirtschaftsförderer André Scholz. In Zeiten des Online-Handels sei es schwierig, neue Mieter zu finden. „Selbst die großen Filialisten expandieren nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. Sie streichen stattdessen Standorte, wie  beispielsweise C & A mit ihrer Burgdorfer Filiale.“

Für Gerhard Bleich, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins (SMB), ist es angesichts dieser Entwicklung umso beachtlicher, dass es „in den letzten Jahren gelungen ist, Rossmann, dm und Fielmann in die Stadt zu holen“.

Zwar boome die Wirtschaft, der Einzelhandel aber nicht. Seine Hauptaufgabe sieht der SMB deshalb darin, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. „Und die sind gut in Burgdorf“, sagt Bleich selbstbewusst und zählt einige Projekte und Aktionen des SMB auf: Lichtwochen, Late-Night-Shopping, verkaufsoffene Sonntage, Burgdorfer Nacht, Blumenschmuck. Zudem wurde 2015 die Aktion „Ich kauf’ in Burgdorf“ ins Leben gerufen – ein virtuelles Schaufenster, um auf der Plattform des Online-Handels präsent zu sein.

„Ich wüsste nicht, wo man in der Standortwerbung für Burgdorf noch mehr machen könnte“, sagt Scholz: „Es ist ein schwieriges Feld.“ Der SMB entwickele derzeit neue Ideen, um Leerstände zu minimieren, kündigt Bleich an. „Wir wollen Vermieter überzeugen, auch an Neulinge im Einzelhandel zu vermieten.“ Ebenso wichtig sei es, dass Eigentümer ihre Immobilie an die heutigen Ansprüche an Geschäftsräume anpassen, betont Scholz.

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