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Wo ist Platz für die IGS-Schüler?

Burgdorf Wo ist Platz für die IGS-Schüler?

Die Politiker der Stadt sind überzeugt, dass die IGS, die im September im Realschulgebäude mit fünf 5. Klassen ihren Betrieb aufgenommen hat, künftig sechs Parallelklassen haben wird - zu viele für ihr derzeitiges Domizil. Deshalb hat der Rat der Verwaltung nun den Auftrag erteilt, mehr Platz zu schaffen.

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Die Stadt soll prüfen, wo weitere Räume für die IGS geschaffen werden können.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. „Wir müssen wahrscheinlich viel Geld in die Hand nehmen“, sagte Hartmut Braun, Ratsfraktionschef der Grünen, denn vermutlich werde es auf einen Anbau oder sogar einen Neubau für die IGS hinauslaufen. „Doch Kinder sind keine Last, sondern ein Glück für die Stadt“, warb Christiane Gersemann (SPD) für die zu erwartenden millionenschweren Investitionen.

Auch die CDU sei der Meinung, „dass wir von einer Sechszügigkeit ausgehen müssen“, sagte ihr Fraktionsvorsitzender Mirco Zschoch. Er begrüße es, dass die rot-grüne Mehrheitsgruppe erstmals von finanzieller Belastung spreche. Denn das sei bislang nie der Fall gewesen. Zschoch bot Rot-Grün die konstruktive Mitarbeit der CDU an, „aber das setzt voraus, dass wir Transparenz bekommen und endlich die Zahlen auf den Tisch kommen“.

Schließlich versprachen sich alle Fraktionen, gemeinsam und konstruktiv die Zukunft der IGS zu gestalten und nicht in der Vergangenheitsbewältigung zu verharren. Doch zunächst ist jezt die Verwaltung am Zug. Um Platz für die erwarteten rund 170 Schüler pro Jahrgang zu schaffen, wird sie laut Bürgermeister Alfred Baxmann prüfen, ob auf dem Realschulgelände zum Beispiel ein Trakt abgerissen und neu gebaut werden sollte, ob neue Räume an der Prinzhornschule oder auf dem Pausenhof der Grund- und Hauptschule I geschaffen werden können. Allerdings werden nicht nur mehr Unterrichtsräume benötigt, auch die Mensa-Frage ist noch nicht geklärt. Derzeit bekommen die IGS-Schüler ihr Mittagessen im Jugendhaus Johnny B.

Carl Hunze (CDU) machte trotz des Friedensangebots seiner Fraktion noch einmal deutlich, dass die Raumnot in der IGS keine Überraschung hätte sein dürfen: „Man musste mit einer Sechszügigkeit rechnen: Denn die Realschule ist vierzügig, die Hauptschule einzügig, und in jeden Schuljahrgang sind jeweils rund 30 Schüler in anderen Kommunen abgewandert.“

Sein Parteikollege Klaus Köneke zweifelt hingegen an, dass die IGS künftig sechs Parallelklassen in jedem Jahrgang füllen kann. Anhand der Geburts- und Zuzugszahlen sowie der Annahme, dass 45 Prozent eines Jahrgangs die IGS anwählen werden, „errechne ich auch für das Schuljahr 2016/2017 nur knapp eine Fünfzügigkeit. Deshalb frage ich die Verwaltung, wie viele Flüchtlingskinder sie erwartet, dass eine Sechszügigkeit nötig ist.“

Trotzdem einigte sich der Rat mit großer Mehrheit darauf, mit einer Sechszügigkeit zu planen - bei einer Anwahl von 55 Prozent eines Schülerjahrgangs und einer Quote von 10 Prozent an Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf.

Von Anette Wulf-Dettmer

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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