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Eltern und Schulen sind jetzt mit im Boot

Burgdorf Eltern und Schulen sind jetzt mit im Boot

Die schweren Brocken der Schulpolitik - Beseitigung der Raumnot in den Grundschulen und deren Sanierung - hat der Schulausschuss des Rates in seiner Sitzung am Donnerstag erneut umschifft und Entscheidungen dazu vertagt. Derweil verständigte sich das Gremium auf einen Workshop zur Schulentwicklung.

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Auf das Gelände der Prinzhorn-Förderschule und angrenzende Sportflächen will die Stadt einen Neubau für die IGS errichten.

Quelle: Schilke

Burgdorf. Der Workshop ist nur der Anfang. Der Schulausschuss beschloss auf Initiative des Stadtelternrats die Einrichtung einer Arbeitsgruppe. Sie soll sich regelmäßig treffen und den Schulentwicklungsprozess begleiten. Eltern, Schüler, Lehrer, Rat und Stadtverwaltung sollen eine Prioritätenliste zur Sanierung von Schulen und benötigten Schulneubauten vorbereiten. Ideen zur genauen Aufgabenstellung der Arbeitsgruppe soll der Workschop hervorbringen.

Der Workshop soll nach Möglichkeit noch vor den Sommerferien stattfinden. Die Verwaltung sucht jetzt nach einem Termin. Moderieren soll den Workshop die Elternvertreterin Karolin Thieleking. Sie verfügt über entsprechende Berufserfahrung.

Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) kündigte an, dass die Stadtverwaltung die Hände nicht in den Schloß legen und parrallel weiterarbeiten werde an der Schulentwicklungsplanung. Der Verwaltungschef stellte zudem eine Prioritätenliste in Aussicht, die neben den Schulbauvorhaben auch alle anderen Bauvorhaben der Stadt berücksichtigt, also auch Kitas, Feuerwehrhäuser und Rathäuser. Denn nicht alles werde gleichzeitig zu bewältigen sein.

CDU und FDP stellten Bedingungen für die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe. Für die Ratsgruppe gelte die Prämisse, dass die IGS keine Oberstufe bekommt, sagte Gruppensprecher Mirco Zschoch. Außerdem müsse zunächst der finanzielle Rahmen für einen IGS-Neubau geklärt werden. Sein CDU-Kollege Armin Pollehn präzisierte, man wolle den Aufbau der IGS im Bereich der Sekundarstufe I mittragen, vor der Einrichtung einer IGS-Oberstufe aber einen Schnitt machen. Die Stadt habe "keinen Dukatenscheißer". IGS-Schüler könnten auch ohne Oberschufe an ihrer Schule in der Stadt das Zentralabitur ablegen. SPD und Linke hielten der CDU entgegen, die IGS-Pädagogik bis heute nicht verstanden zu haben und ideologische Vorbehalte zu pflegen.

Uneinigkeit zwischen den beiden Lagern herrschte auch, als der Ausschuss auf Antrag der SPD die Ausstattung der IGS mit Lehr- und Lernmitteln, Inventar sowie Spielgeräten für den Schulhof diskutierte. Zschoch witterte hinter dem Antrag "reinste Klientelpolitik", nannte die Ansprüche der Schule ein "Nice to have". Erst gelte es freilich, die Grundschulen in Ordnung zu bringen. Das sah auch die AfD so. Elternvertreter Günter Eggers widersprach: Es gehe um notwendige Anschaffungen, die die Stadt als Schulträger kurzfristig zur Verfügung stellen müsse. Am Ende stimmte die Mehrheit des Ausschusses für den Antrag. Die Stadt prüft nun, wie teuer die außerplanmäßigen Anschaffungen sind. Dann muss der Rat entscheiden, ob er das Geld bereitstellt.

Der Schulausschuss empfahl dem Rat außerdem einstimmig, dass das Gymnasium dauerhaft den ursprünglich der Gudrun-Pausewang-Grundschule zugedachten Neubau am Berliner Ring nutzen darf.

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