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Parteien streiten schon vor Schulworkshop

Burgdorf Parteien streiten schon vor Schulworkshop

Im Vorfeld des ersten Workshops zur Schulentwicklungsplanung heute Abend ist zwischen CDU/FDP auf der einen und SPD/Grünen auf der anderen Seite ein Streit entbrannt. Entzündet hat dieser sich an einer Pressemitteilung des CDU-Fraktionschefs Mirco Zschoch.

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Vor dem Workshop stellt die CDU/FDP-Ratsgruppe, dass sie  den Abriss der Prinzhornschule für einen IGS-Neubau ablehnt.

Quelle: Joachim Dege

Anette Wulf-Dettmer. Der Vorsitzende der CDU/FDP-Ratsgruppe schreibt: „Die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt lehnt den von der Verwaltung vorgeschlagenen Abriss der Prinzhornschule ab.“ Weiter heißt es in dem Schreiben von Zschoch: „Nach der Landtagswahl am 15. Oktober wird sich das Thema Inklusion und die Frage der Weiterführung von Förderschulen neu stellen.“ Deshalb wäre es grobfahrlässig, einen Abriss ins Auge zufassen.

Bislang sehen die Planungen der Stadt vor, dass auf dem Gelände der Prinzhornschule – einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen – ein Neubau für die Integrierte Gesamtschule (IGS) gebaut werden soll. Die CDU sehe jedoch den Sportbetrieb der TSV im benachbarten Stadion und auf dem B-Platz langfristig gestört, argumentiert CDU-Ratsherr Armin Pollehn. Stattdessen solle die Stadtverwaltung prüfen, wie das Haupt- und das Realschulgebäude optimal genutzt werden können, verlangt er.

„Wir waren uns im Rat doch einig, alle bisherigen Planungen und Bedenken zurückstellen“, pariert SPD-Fraktionschef Gerald Hinz den überraschenden Vorstoß von CDU und FDP. Es gehe darum, offen in den vom Stadtelternrat initiierten Workshop zu gehen und sich nicht vorher festzulegen, um neue Ideen kennenzulernen und in die weiteren Entscheidungsprozesse einzubeziehen, betont Hinz.

Der Workshop, in dem Vertreter der Eltern, Lehrer und Schülervertreter aller Schulen sowie Verwaltungsmitarbeiter und Ratspolitiker an einem Tisch sitzen, markiert den Auftakt der ebenfalls von der Schulelternschaft durchgesetzten gemeinsamen Planung der künftigen Schullandschaft in der Stadt. „Offenbar sind CDU und FDP nicht an einer Zusammenarbeit und am Aufnehmen der Eltern-Ideen interessiert“, kritisiert Hinz. Vielmehr würden sie sich mit Vehemenz für die Interessen des Gymnasiums einsetzen, aber die IGS-Eltern „im Regen stehen“ lassen. Hinz und Grünen-Ratsherr Detlef Knauer bestehen hingegen darauf, dass alle Schulformen zu ihrem Recht kommen.

Den Hinweis von CDU/FDP auf die bevorstehende Landtagswahl kommentiert Hinz mit Hinweis, dass die CDU/FDP-Landesregierung 2012 das Auslaufen der Förderschulen wegen der Einführung der Inklusion beschlossen hatte .

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