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Kirchenkreis übernimmt Kita-Trägerschaften

Burgdorf/Lehrte/Sehnde Kirchenkreis übernimmt Kita-Trägerschaften

Die Suche nach neuen Mitarbeitern, Fortbildungen und ein Qualitätsmanagement - all diese Aufgaben bündelt der Kirchenkreis Burgdorf ab sofort für zehn der elf evangelisch-lutherischen Kitas. Seit 100 Tagen kümmert sich Birgit Meinig als pädagogische Leiterin um die neue Trägerschaft.

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Birgit Meinig zeichnet als pädagogische Leiterin verantwortlich für zehn Kitas in der Trägerschaft des Kirchenkreises.

Quelle: Bismark

Burgdorf/Lehrte/Sehnde. Bislang fungierten die einzelnen Kirchengemeinden als Träger der Krippen und Kindergärten. "Viele Gemeinden identifizieren sich mit ihren Einrichtungen, daran soll und wird sich auch nichts ändern", sagt Meinig. Sie hat am 1. April ihre Arbeit begonnen, seit dem 1. Juni gehören zehn Kitas aus Burgdorf, Lehrte und Sehnde zu ihrem Aufgabengebiet: Meinig zeichnet als pädagogische Leiterin verantwortlich für 170 Beschäftigte in Pusteblume, St. Paulus, Fröbelweg, Markus- und Matthäus-Kita, die Tagesstätten an in Ahlten und Steinwedel, die Bonhoeffer-Arche, die Krippe in Ilten und Huckmuck in Rethmar. Einzig die Kita in Hämelerwald bleibt in der Trägerschaft der Kirchengemeinde.

Als eine wesentliche Aufgabe des Kirchenkreises als neuer Träger bezeichnet die 55-Jährige die Suche nach weiteren Mitarbeitern: "Es gibt immer eine gewisse Fluktuation und der Arbeitskräftemarkt ist leer, so dass wir wie viele andere Träger auch gezielt die Erzieher ansprechen müssen." Dank der neuen Organisationsform sei es aber leichter, mit Vorteilen zu punkten, sagt Meinig und verweist neben der Tariferhöhung auch darauf, dass der Kirchenkreis nun den Beschäftigten auch eine Arbeit in einer andere Kita anbieten kann - wenn es im bisherigen Team kriselt oder jemand seine Stundenzahl verändern möchte. "Natürlich denken wir auch über einen Pool an Vertretungskräften nach, aber solche Entwicklungen müssen wachsen", sagt sie.

Zeit nehmen will sich der Kirchenkreis auch bei einem gemeinsamen Qualitätsmanagement, das zwar jede Kita selbst organisieren und durchführen wird, das aber einheitliche Standards für alle zehn Einrichtungen umfassen soll. Welche Informationen benötigt ein neuer Mitarbeiter? Wie organisieren wir die Medikamentengabe? Beachten wir alle Vorgaben des Infektionsschutzes? Solche Fragen würden gemeinsam bearbeitet und letztlich mit einem klaren Aufgabenkatalog beantwortet, so dass Zuständigkeiten besser geregelt und Abläufe vereinfacht würden.

Einen breiten Raum gibt die pädagogische Leiterin, die mit Claudia Bergmann als betriebswirtschaftlicher Leiterin zusammenarbeitet, vor allem der Entwicklung von Konzepten im Interesse der Kinder und Familien. Dabei geht es neben der Sprachförderung, wie sie einzelne Kitas schon trägerübergreifend in den Kommunen anbieten, auch darum die Erzieher fortzubilden. "Ein Thema ist immer der gesellschaftliche Wandel in den Familien", sagt Meinig mit Blick auf die immer schneller werdenden Abläufe, die Kitas mit Spiel- und Entspannungsangeboten entschleunigen müssten. Es gehe aber auch darum, der zunehmenden Verunsicherung von Eltern bei der Erziehung zu begegnen.

Alle Mitarbeiter, Elternvertreter, Partner aus den Rathäusern und interessierte Eltern lädt der Kirchenkreis für Freitag, 9. September, ab 14 Uhr zu einem feierlichen Gottesdienst ein, bei dem die Trägerschaft auch öffentlich gezeigt werden soll.

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