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Projektziel: Kochen in Ganztagsschule

Burgdorf Projektziel: Kochen in Ganztagsschule

Im Jubiläumsjahr erhält der Nachbarschaftstreff Ostlandring Geld von der Region Hannover für ein spannendes Integrationsprojekt, das später auch den Offenen Ganztagsschulen bei ihrer Arbeit helfen könnte. Das Projekt „Mutter-Kind-Kochen in der Schule“, kurz MUKIKO, wird mit 6.100 Euro gefördert.

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Zeyno Deniz (von links), Türkan Önel, Naze Dal, Cicek Toprak, Hülya Demiryek und Nurye Aykurt vom Nachbarschaftstreff zeigen Spezialitäten, die sie für den Tag der offenen Tür des Pflegestützpunktes vorbereiteten.

Quelle: Martens

Burgdorf. Barbara Martens, die Leiterin des seit zehn Jahren bestehenden Treffs, hatte das Konzept beim Ideenwettbewerb für den jährlich mit 150.000 Euro ausgestatteten Regionsfonds „Miteinander - Gemeinsam für Integration“ eingereicht. Unter insgesamt 110 Bewerbungen wurde das in Kooperation mit dem Kinderschutzbund (KSB) und der Gleichstellungsbeauftragten geplante Projekt als eins von 32 Vorhaben mit einem Zuschuss bedacht. Mit Geld des Fonds soll das Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund unterstützt werden.

Diplompädagogin Martens will mit dem MUKIKO-Projekt die Integration von Frauen in den Arbeitsprozess fördern und hat dabei neben kurdischen Frauen auch solche aus Osteuropa im Blick. Die könnten in der Regel bereits hervorragend kochen und backen. Bei dem Projekt gehe es darum, sich die einzelnen Handlungsschritte bewusst zu machen und zu lernen, das eigene Wissen an die Kinder weiterzugeben, was entsprechende sprachliche Kompetenz voraussetze.

Das Projekt ist in drei Phasen geplant. Erster Schritt ist die Schulung im Nachbarschaftstreff, dessen Kücheneinrichtung mit dem Geld der Region auch mit Blick auf Energiespartechnik etwas modernisiert werden soll. Anschließend ist an eine Erprobungsphase in den Räumen des KSB gedacht, der auf dem Schulgelände Hannoversche Neustadt selbst Essen anbietet. Danach sollen die Frauen soweit fit sein, dass sie eigenständig Koch- und Backaktionen mit Kindern etwa in der Offenen Ganztagsschule anbieten können.

Durch solche Arbeitsplätze im öffentlichen Raum kann nach Martens’ Worten nicht nur das Selbstbewusstsein der Frauen gestärkt und die Integration vorangetrieben werden. Die Frauen sollen sich damit auch eine neue Möglichkeit eröffnen, Geld zu verdienen. Den Kindern wiederum könne bei dem Projekt die Bedeutung einer gesunden Mahlzeit nähergebracht werden, was zugleich der Fast-Food-Kultur entgegenwirken würde.

Nachbarschaftstreff

Offene Tür und diverse Gruppen

 Im Nachbarschaftstreff (NBT) am Ostlandring 33 arbeiten außer dem Kinderschutzbund und der Gleichstellungsbeauftragten auch das Frauen- und Mütterzentrum, die Mobile Jugendhilfe der Stadt und die St.-Paulus-Gemeinde mit. Er bietet wöchentlich zwei offene Treffs am Dienstag und Donnerstag von 9 bis 11.30 Uhr und diverse Gruppen etwa für Hausaufgabenhilfe, Sprachförderung und gesonderte Angebote für Jungen und Mädchen. Der NBT hat schon Projekte mit Kursen für Schwimmen und Fahrradfahren angeschoben und beispielsweise einen Runden Tisch zu wechselnden Themen eingerichtet.

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