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Zum Bummeln nach Burgdorf

Zum Bummeln nach Burgdorf

Wer denkt, mit dem vorbeigezogenen Weihnachtsfest sei die Lust zum Bummeln und Einkaufen auf den Nullpunkt gesunken: Der ist gestern beim verkaufsoffenen Sonntag in Burgdorf eines Besseren belehrt worden.

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Am verkaufsoffenen Sonntag nach Weihnachten ist die Marktstraße mit Besuchern wohlbestückt.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. „Die Hannoveraner haben selber schuld“, sagte Martin Riessler, der mit seiner Tochter Pauline aus der Landeshauptstadt nach Burgdorf gekommen war, um zu gucken und zu shoppen.

Er spielte damit auf die besondere Situation an, dass die Einzelhändler in Hannover wegen eines Verwaltungsgerichtsurteils aus dem Oktober ihre Geschäfte gestern geschlossen halten mussten, während in Burgdorf wie auch Celle und Hildesheim der Rubel rollte: „Wir gucken jetzt erst einmal nach Büchern“, sagte er und betrat die Buchhandlung Gillmeister.

Familie Vogel aus Burgdorf war gezielt losgegangen, um ihr Töchterchen mit neuen Kindergartenhausschuhen und Turnschuhen auszustatten: „Nächste Woche müssen wir wieder arbeiten. Und heute ist es recht entspannt.“ Doch nicht alle Flanierenden waren zwingend auf Schnäppchenjagd. Ralf Jacobs, Heike Duffens und Jürgen Weiß ließen es sich bei einem Gläschen Wein auf der Marktstraße gut gehen. „Wir haben uns nicht verabredet sondern zufällig hier getroffen und genießen jetzt gemeinsam das schöne Wetter“, sagte Duffens.

„Nach Weihnachten tut frische Luft und Bewegung einfach gut“, sagte Rita Wallura aus Lehrte. Sie war mit ihrem Mann Markus und den Kindern Jonas und Nele nach Burgdorf gekommen, um einfach ein zwanglos ein wenig zu bummeln. „Bei uns gab es weder Geld noch Gutscheine zu Weihnachten, also nichts, was unbedingt unter die Leute muss.“

Auch Karl-Ludwig Schrader, der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungs-Vereins (VVV) hatte sich unter die vor allem auf der Marktstraße Bummelnden gemischt. „Ich sehe, dass viele bereits für das kommende Weihnachtsfest einkaufen“, sagte er scherzhaft und sichtlich erfreut über die Besuchermassen, von denen die Einzelhändler durchaus profitiert haben dürften. „Im kommenden Jahr wird das allerdings nicht funktionieren, da der Sonntag auf den ersten Feiertag fällt“, wagte er bereits einen Blick in die Zukunft: „Da müssen wir uns was anderes einfallen lassen.“

Von Sandra Köhler

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