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Kaiserwetter zum Oktobermarkt-Finale

Burgdorf Kaiserwetter zum Oktobermarkt-Finale

Tausende Burgdorfer und deren Gäste haben drei Tage lang ein rauschendes Stadtfest gefeiert. Über weite Strecken spielte das Herbstwetter mit. Nur am Sonnabendabend pfuschten sturzflutartige Schauer den Oktobermarkt-Organisatoren vom Verkehrs- und Verschönerungs-Verein (VVV) ins Handwerk.

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Die Band Mit 18 covert auf der Bühne an der Post Marius Müller-Westernhagen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Burgdorf. Der mit Abstand besucherstärkste Tag der Drei-Tage-Sause war fraglos der Sonntag. Dafür sorgte Kaiserwetter, mit dem sich der Oktobermarkt auch schon am Freitagnachmitag beschenkt sah. Doch den ungewöhnlich milden Herbsttemperaturen am Freitag zum Trotz registrierten die Standbetreiber an der Festmeile zum Auftakt eher verhaltene Besucherströme. Wer gekommen war, sah sich freilich vorm Rathaus mit einer freurigen Flammen-Show des Kinderzirkusprojekts Kritzpritzknuckelmuckeldü belohnt. Die Auftritte der Bands dIREsTRATS und It's M.E. sorgten mächtig für Stimmung. Der Kulturverein Scena schenkte nicht nur leckere Rebensäfte aus, sondern präsentierte auch das neue Programm seiner Barockmusik-Reihe "Die 4 Jahreszeiten".

Am Sonnabendabend trotzte die Trachtenkapelle und Partyband Hesslar beim Junggesellencorps dem Regen und sorgte für feucht-fröhliche Stimmung. "Wir feiern die ganze Nacht", sang die Gruppe aus Bayern. Die Zuhörer - zum Teil in Lederhosen und Dirndln gewandet - fanden unter der Überdachung der Stadtsparkasse und in den Zelten Zuflucht, die die Junggesellen auf der Schmiedestraße aufgestellt hatten.

Übersichtlich war das Publikum zu der Zeit vor allen übrigen Bühnen - etwa an der Poststraße, wo Boerney und die Tri Tops Oldies wie "Me And Bobby MaGee" und "Verdammt lang her" zum Besten gaben.

Die Festbesucher bekamen längst nicht nur Musik auf die Ohren. Ein Hingucker waren am Sonnabendnachmittag 20 Oldtimer hintem Rathaus. Mit einem Opel Kapitän, Baujahr 1956, war Hans-Walter Schuster aus Dollbergen vorgefahren: "Damit ist früher ein Gärtnermeister in Göteborg gefahren."

Am Sonntagvormittag bauten rund 200 Trödler ihre Stände in den Altstadtgassen auf. Am Nachmittag schlenderten auf der Marktstraße die Massen. 

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"Mir gefällt die Atmosphäre auf dem Oktobermarkt und, dass hier viel für die Kinder gemacht wird", sagt Udo Distler (69), Hämelerwald.

Wir freuen uns jedes Jahr auf den Oktobermarkt, weil für alle Altersklassen etwas angeboten wird", sagt Nadine Fischer (36), Wettmar.

"Die Coverband Dire Strats, die fast ans Original herankommt, war am Freitag super," sagt Cordia Lange (63), Burgdorf.

"Mir gefällt zuerst die Musik, dann der Flohmarkt am Sonntag und die ganzen Leute", sagt Detlev Sturm (66), Anderten 

Eine lange Karawane zieht durch den Stadtpark

Der Burgdorfer Spargellauf macht beim Oktobermarkt dem Laternenumzug als größte Mitmachaktion des Stadtfestes Konkurrenz. Bei den Laufwettbewerben starteten mehr Sportler als in den Vorjahren.

Moderator Christoph Dannowski und die stellvertretende Bürgermeisterin Simone Heller schickten am Sonnabendnachmittag 456 Erwachsene und 96 Kinder auf den Rundkurs. "Wir haben mehr Teilnehmer als beim vorigen Mal. Es hat bisher in jedem Jahr eine Steigerung gegeben", stellte Cheforganisator Hans-Hermann Thiele fest.

Etwa genauso viele Kinder und Eltern zogen am Sonnabendabend beim Laternenumzug durch den Stadtpark. Mitglieder der Jugendfeuerwehr führten die lange Karawane mit Fackeln in den Händen an. Der Feuerwehrmusikzug Burgdorf-Hänigsen und das Musikcorps Langenforth spielten Laternenlieder.

Eine sportliche Herausforderung war für den einen oder anderen, die 136 Stufen hoch zur Aussichtsplattform auf dem Turm der Pankratiuskirche zu steigen. "Es war sehr schön", schwärmte die Burgdorferin Sylvia Hirte. Trotz nicht idealer Sichtverhältnisse habe sie eine Übersicht über die ganz Stadt gehabt.

Einen neuen Pokal muss das Junggesellcorps für ihre alljährliche Kickermeisterschaft kaufen. Am Sonnabend siegten die Wicküler Buben zum dritten Mal in Folge. Sie dürfen daher den Wanderpokal behalten.

Gleich mehrere Mitmachaktionen boten die Kirchengemeinden an ihrem gemeinsamen Stand zum Thema Wahrnehmung an. Beim Geruchsmemory schnupperten Kinder und Erwachsene zum Beispiel Knoblauch, Lavendel und Kaffee. In Fühlkisten ertasteten sie zum Beispiel Nüsse und Holzspäne. "Dabei kann man mit den Besuchern über Wahrnehmung ins Gespräch kommen", sagte Marion Burk von der Martin-Luther-Gemeinde.

Als Artisten probierten sich Kinder im und vor dem Zelt des Mitmachzirkus des Johnny B. aus. Dort balancierten sie über ein Drahtseil, liefen auf Stelzen, fuhren Einrad und jonglierten.

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Von Friedrich-Wilhelm Schiller und Joachim Dege

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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