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Banger Blick zum Himmel im Zeltlager

Burgwedel Banger Blick zum Himmel im Zeltlager

Prüfende Blicke zum Himmel und auf die Gewitter-App gehörten für die 30 Betreuer dazu. Aber das ganz große Unwetter blieb bis zum Freitagabend zum Glück aus. So gleiten seit Donnerstag 180 Kinder im TSG-Zeltlager ganz entspannt in die großen Ferien.

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Regnet es schon oder nicht? Die Zeltlagerkids warten darauf, dass die Frühschwimmer ihnen Platz machen.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Die scharfen Böen und den Regen, der in der Nacht zum Freitag gegen zwei Uhr kübelweise über dem Freibadgelände niederging, haben die meisten der Kinder in ihren Iglu-Zelten glatt verschlafen – kein Wunder nach Grillen, Nachtschwimmen mit Musik und einer Nachtwanderung. Die hatte die kleine Sophia schon gar nicht mehr mitgemacht – die Aufregung, ihren sechsten Geburtstag im Zeltlager zu erleben, hatte sie geschafft.

Nach dem Frühstück genießen die Jungen und Mädchen am Freitag sichtlich, dass die Turnerschaft Großburgwedel (TSG) ihre ersten Ferientage nicht verplant hat. Chillen ist ausdrücklich erlaubt – und dafür könnten die Voraussetzungen nirgends besser sein als auf dem Freibadgelände. Die einen leisten Denkarbeit beim Schach, andere pritschen beim Beachvolleyball oder spielen Karten im Zelt mit Freundinnen und Freunden. "Das ist jetzt viel entspannter", findet zum Beispiel Emilia. Wie die meisten der Kinder ist die Zehnjährige schon seit Jahren dabei.

Bei ihren ersten 25 Zeltlagern im FC-Stadion hatte die TSG noch mehr Programm angeboten. Aber seit dem Umzug ins Freibad im vergangenen Jahr sind die Aktionen wie Badespaß, Disco, Kino, Spaghetti-Essen und Burger-Grillen großzügiger getaktet.
Bevor Kinder und Eltern heute Mittag die Zeltstadt wieder abbauen, wartet auf die Kinder noch die traditionelle Schatzsuche und eine Tombola, für die zahlreiche Burgwedeler Firmen großzügig gespendet haben. Erst dann starten viele Familien in den Sommerurlaub.
Das Zeltlager, bei dem Uli Appel Regie führt, steht und fällt mit den gut 30 ehrenamtlichen Betreuern.

Wie der Jugendpfleger und TSG-Vorsitzende selbst sind viele von Beginn an im Team dabei. Manche haben sich aber auch – wie Stefan Müller – für eine Mitarbeit begeistern lassen, weil ihre Kinder mitzelten. Und dann packt längst auch schon die zweite Generation mit an – Kristin Greite zum Beispiel. Als Kind hat die 19-Jährige selbst mehrfach im TSG-Zeltlager kampiert. Sie erinnert sich noch gut an die tollen Spielgeräte und das Kirschkern-Weitspucken.

Eine Französin gehört zum Betreuerteam

Zu Hause bei Justine Lademan hat man es nicht so mit Rohkost. Im TSG-Zeltlager schnippelt die 19-Jährige aus Burgwedels Partnerstadt Domfront-en-Poiraie Gurken für den kleinen Zwischendurchhunger der Kinder. Als Praktikantin der Stadtjugendpflege wird sie die nächsten fünf Wochen im Feriencamp und im Jugendzentrum mitarbeiten. Erfahrungen sammeln will die Französin, die daheim schon eine Betreuerausbildung absolviert hat, vergleichbar der hiesigen Jugendleitercard (Juleica).

Burgwedel hat Justine über den Schüleraustausch mit dem Gymnasium schätzen gelernt. Erst im Mai war sie mit der offiziellen Domfront-Delegation an der Wedel. „Ich möchte alles sehen.“ Deshalb wird sie bei verschiedenen Gastfamilien Quartier nehmen. Deutsch spricht die 19-Jährige schon fließend – gut für ihren Berufswunsch Deutschlehrerin und gut für die Städtepartnerschaft, denn der will sie viele Jahre treu bleiben.

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