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Sechsjähriger in Großburgwedel angefahren

Unfall Sechsjähriger in Großburgwedel angefahren

Am Freitagmorgen ist ein Sechsjähriger an der Hannoverschen Straße in Großburgwedel von einem Auto angefahren und dabei schwer verletzt worden. Offenbar hatte er sich von der Hand seiner Mutter losgerissen und war trotz roter Ampel auf die Straße gelaufen.

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An dieser Ampel wurde der Junge angefahren.

Quelle: Neander

Großburgwedel. Wie Augenzeugen der Polizei berichteten, hatte der Junge um 7.30 Uhr mit seiner Mutter an der Fußgängerampel gestanden. Plötzlich riss sich der Sechsjährige von der Hand der Mutter los und rannte trotz Rotlichts der Ampel auf die Fahrbahn. Die 23-jährige Fahrerin eines Renault Twingo, die in Richtung Zentrum unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Ihr Wagen rammte das Kind frontal. Der Sechsjährige wurde zu Boden geschleudert und blieb schwer verletzt auf dem Grünstreifen der gegenüberliegenden Fahrbahnseite liegen.

Die Besatzung eines Rettungswagens brachte den Schüler, der beim Unfall mehrere Knochenbrüche erlitt, in ein Krankenhaus. Die Hannoversche Straße war etwa eine Stunde lang gesperrt, der Verkehrsunfalldienst sicherte Spuren. Die Fahrer von Linienbussen mussten an der Einmündung der Breslauer Straße wenden, auch Autofahrer mussten sich andere Weg zu ihrem Ziel suchen.

Viele Schüler, die den Unfall am Schulzentrum mit eigenen Augen erleben mussten, reagierten geschockt. Sowohl Gymnasialleiterin Gesa Johannes als auch ihre Amtskollegin von der nahen Oberschule, Renate Koch, sensibilisierten am Vormittag ihre Kollegien, besonders auf Anzeichen psychischer Belastungen bei den Schülern zu achten. Man habe den Kindern Gelegenheit gegeben, über das Gesehene zu sprechen, sagte Koch. Auch der Sozialarbeiter des Gymnasiums stehe dafür zur Verfügung, so Johannes. Verkehrserziehung sei zwar Teil des Unterrichts, es gebe sogar ein Mobilitätskonzept. Man nehme den Unfall jetzt aber zum Anlass, gerade jüngere Schüler noch einmal intensiv auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen.

Von Frank Walter und Rebekka Neander

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