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80 Besucher beim Afghanistan-Länderabend

Burgwedel 80 Besucher beim Afghanistan-Länderabend

Auch der vierte Länderabend der Initiative Interkulturelles Miteinander (IKM) unter Federführung von Regina Gresbrand ist auf großes Interesse gestoßen. Im Mittelpunkt stand diesmal Afghanistan.

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Den täglichen Terror verdeutlichen einige Flüchtlinge in kleinen Rollenspielen.

Quelle: Heine

Grossburgwedel. Mehr als 80 Besucher machten im Amtshof Bekanntschaft mit einem Land, in dem seit 40 Jahren Krieg herrscht. Fahim Mohiby, der inzwischen deutscher Staatsbürger ist, zeigte Fotos aus friedlichen Zeiten von grünen Landschaften, Basaren, Moscheen und im Gegensatz dazu die Kriegsbilder, die eine Zeit lang täglich um die Welt gingen. "Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland", betonte er.

Den täglichen Terror verdeutlichten Regina Gresbrand und einige Flüchtlinge in kleinen Rollenspielen - beteiligt waren ausschließlich Männer. Thematisiert wurde, dass die Taliban Ausreisewillige kidnappen und Lösegeld erpressen und dass Menschen auf offener Straße ohne Grund verhaftet werden.

Faruq Arabzai erzählte von seiner Flucht aus Afghanistan über die Türkei, Bulgarien und Ungarn, von seinem Hunger, der Fahrt in einem Lastwagen und die Lage in den Flüchtlingscamps, in denen Menschen nach seiner Beobachtung misshandelt werden. Es war berührend zu hören, dass er froh sei, jetzt in Deutschland zu sein. "Ich telefoniere einmal im Monat mit meiner Familie und will Sanitäter werden", sagte er.

Obwohl die Afghanen schon eineinhalb Jahre in Großburgwedel lebten, sei ihr Asylverfahren noch nicht abgeschlossen, erläuterte Gresbrand. Sie hätten keinen Anspruch auf Sprachunterricht und dürften nicht arbeiten. "Wir wollen aber nicht nur schwarz malen", sagte die IKM-Initiatorin.

Getreu dem Motto der Länderabende, fremde Kulturen erlebbar zu machen, wurden auch Musik, Tanz, Kleidung und Speisen in den Fokus gerückt. Zu typisch afghanischer Musik tanzten die Männer in landesüblicher Tracht. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen, bei dem es genug Zeit für Gespräche gab. Getafelt wurde nicht etwa an Tischen, sondern auf Teppichen auf dem Boden. Gekocht hatten die Frauen unter anderem Gemüseeintopf, Teigtaschen, Basmati-Reis; als Beilage wurde Fladenbrot gereicht.

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