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Sicherer Radweg durchs Dorf? Fehlanzeige

Fuhrberg Sicherer Radweg durchs Dorf? Fehlanzeige

Weder sicher noch gesetzeskonform seien die Radwege entlang der Ortsdurchfahrt von Fuhrberg: Das ist der heftigste Befund in einer Mängelanalyse, mit dem der ADFC Burgwedel jetzt den Ortsrat des Dorfes konfrontiert hat. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub sieht dringenden Handlungsbedarf.

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Das ist der Rad-/Gehweg an der Mellendorfer Straße – exklusiv für beide Fahrtrichtungen. Dabei wird es, wie Jürgen Giesche-Zudnik vom ADFC zeigt, auch schon mal holprig.

Quelle: Martin Lauber

Fuhrberg. Fuhrberg ist innerhalb Burgwedels ein Sonderfall: Wegen des starken Durchgangsverkehrs ist die L 310 für Radfahrer tabu und deshalb die Benutzungspflicht für die teilweise nur einseitig vorhandenen Rad- und Fußwege nicht aufgehoben worden. Wenn Radler diese schon benutzen müssten, findet Jürgen Giesche-Zudnik, „müssen sie auch sicher sein“.

Der Fuhrberger, im Hauptberuf bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr häufig mit Radwegen befasst, hat gemeinsam mit ADFC-Chef Steffen  Timmann den Mängel- und Maßnahmenkatalog für sein Dorf ausgearbeitet. Zusätzliche Radfahrfurten, Rad- und Gehwegverbreiterungen und eine zusätzliche Dunkelampel am Fuhrhorstweg stehen unter anderem auf der Wunschliste.

Zu schmal, Sanierung fällig

Die erheblichsten Mängel diagnostizieren beide an der Mellendorfer Straße, an der es nur auf der Südseite einen Radweg gibt, der deshalb auch gegenläufig befahren werden muss. Weder für Begegnungen mit Radlern oder Fußgängern noch zum Überholen biete er mit seinen maximal zwei Metern Breite ausreichend Platz, lautet die Kritik. 2,50 Meter plus 50 Zentimeter Sicherheitsstreifen seien vorgeschrieben. Die Stadt als Baulastträger des kombinierten Rad- und Gehweges, aber auch die Verkehrsbehörde und das Land sieht der ADFC in der Pflicht, für Abhilfe zu sorgen – auch, was die hochstehenden Steine im rund 40 Jahre alten Pflaster angeht.

Nicht viel besser sehe es mit der Verkehrssicherheit im Bereich zwischen Feuerwehrhaus und Ortsausgang Richtung Celle aus: Die früher einmal vorhandenen Verkehrsschilder „Gemeinsamer Geh- und Radweg“ auf der Nordseite der Celler Straße wurden demontiert, eine neue Ausschilderung als Gehweg und ein klärender Hinweis auf den benutzungspflichtigen Rad-/Gehweg auf der Südseite fehlten aber, kritisiert Timmann: „Dadurch ist das Befahren des faktisch entstandenen Gehweges für Radfahrer verboten. Im Falle eines Unfalls führt das zu einem hohen Haftungsrisiko für den Radverkehr.“

Eine neue Regelung fordert der Club zudem für die Celler Straße beim Frisörsalon und beim Bäcker: Dort verstellten parkende Autos den schmalen Gehweg und gefährdeten so Fußgänger wie radfahrende Grundschüler.

Aufpflasterung am Kahlsweg?

Auch ein im Ortsrat umstrittenes Verkehrsproblems hat der Fahrradclub unter die Lupe genommen: die von Eltern als gefährlich eingestufte Einmündung des Kahlsweges in die Straße An der Schule. Eine Plateauaufpflasterung wäre aus ADFC-Sicht die sicherste Lösung. „Darüber würden wir gerne ins Gespräch kommen“, sagt Jürgen Giesche-Zudnik. „Wichtig ist, dass etwas in Gang kommt.“

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Jürgen Giesche-Zudnik unterwegs an der Celler Straße. Eigentlich dürfte er hier gar nicht fahren – im Falle eines Unfalls ein Haftungsrisiko.

Quelle: Martin Lauber
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